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Kunststoffrecycling: PolyREC gegründet

VinylPlus®, Petcore Europe, PlasticsEurope und Plastics Recyclers Europe haben mit PolyREC eine neue Plattform gegründet, um darüber künftig alle relevanten Kunststoffrecyclingdaten in Europa zu erfassen, zu überprüfen und zu dokumentieren. Als Basis soll das gemeinsame System „RecoTrace“ genutzt werden.

„Die europäische PVC-Branche hat durch das vor 20 Jahren begonnene Nachhaltigkeitsprogramm gelernt, wie wichtig die Erfassung und Dokumentation von Fortschritten ist. Wir freuen uns daher, diese langjährige Erfahrung zu teilen und mit der Kunststoffindustrie zusammenzuarbeiten, um die Rückverfolgbarkeit und Transparenz von recycelten Kunststoffen entlang der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette zu erhöhen“, so Dr. Brigitte Dero, Managing Director von VinylPlus®.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Aus AGPU wird VinylPlus Deutschland

Die „Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V.“ (AGPU) heißt ab sofort „VinylPlus Deutschland e.V.“. Mit der Umbenennung setzt die deutsche PVC-Branche ein klares Zeichen für das gemeinsame europäische Nachhaltigkeitsengagement. Das Netzwerk aus derzeit über 50 Mitgliedsunternehmen und Partnern – allein in Deutschland – wird weiter gestärkt und der vor über 30 Jahren begonnene Dialog mit der Öffentlichkeit und Einsatz für die Nachhaltigkeit des Werkstoffs PVC konsequent fortgesetzt.

„Eine nachhaltige, klimafreundliche Produktion, Verbraucherschutz auf höchstem Niveau und die Nutzung von Abfällen als wertvolle Ressource in der Kreislaufwirtschaft sind wesentliche Ziele, an denen die Branche in Deutschland und Europa heute und in Zukunft gemessen wird“, unterstreicht Dr. Oliver Mieden, Vorstandsvorsitzender von VinylPlus Deutschland. „Um die klare Ausrichtung auf diese Themenfelder noch stärker zum Ausdruck zu bringen und die gemeinsamen Aktivitäten unter einem Absender zu bündeln, haben die Mitgliedsunternehmen bereits im Sommer vergangenen Jahres die Umbenennung beschlossen.“

Als Stimme der PVC-Branche in Deutschland repräsentiert der Verein die gesamte Wertschöpfungskette. “VinylPlus Deutschland bündelt das Wissen vieler Experten und fördert dessen Austausch. Zudem steht er im Dialog mit Entscheidern und Meinungsbildern, schafft Transparenz und bildet Vertrauen in die nachhaltige Entwicklung der Branche und des Werkstoffs“, betont Geschäftsführer Thomas Hülsmann. „Das bisherige umfangreiche Serviceangebot für unsere Mitglieder bleibt unverändert bestehen“, so Hülsmann weiter.

„Die AGPU war bereits seit vielen Jahren eng mit VinylPlus®, der freiwilligen Selbstverpflichtung zur Nachhaltigen Entwicklung der europäischen PVC-Industrie verbunden, und zwar durch die Mitarbeit in verschiedenen VinylPlus-Gremien und einer Reihe von technischen und Kommunikationsprojekten“, begrüßt Dr. Brigitte Dero, Managing Director von VinylPlus, die Umbenennung in VinylPlus Deutschland. „Mit VinylPlus® hat die europäische PVC-Branche einen langfristigen Nachhaltigkeitsrahmen für die gesamte PVC-Wertschöpfungskette geschaffen, den wir gemeinsam mit den Partnerunternehmen und -verbänden weiter gestalten werden.“

VinylPlus Deutschland e.V. ist künftig offizieller Ansprechpartner für das Nachhaltigkeitsprogramm in Deutschland. In wenigen Monaten wird in Brüssel Bilanz über die letzte Dekade gezogen und das Nachfolgeprogramm mit neuen anspruchsvollen Zielen bis 2030 vorgestellt.

Rewindo: Continental ist neuer Premium-Partner

Rewindo, die Recycling-Initiative für ausdiente PVC-Fenster, -Rollläden und -Türen, konnte in der vergangenen Woche mit Continental den ersten Premium-Partner im Bereich Beschichtung für die Außenanwendung bei Fenstern, Fassaden, Haustüren und Garagentoren begrüßen.  

Durch die Kooperation will Continental dazu beitragen, bei der Herstellung von Kunststoffprofilen für Bauprodukte Ressourcen einzusparen, CO2 -Emissionen zu reduzieren und nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. Darüber hinaus unterstützt Continental auch als AGPU-Mitglied die europaweiten Ziele der Circular Plastics Alliance (CPA) der EU-Kommission sowie das europäische Nachhaltigkeitsprogramm der PVC-Branche VinylPlus®.

PVC-Recycler-Treffen mit Rekordbeteiligung

In der vergangenen Woche fand das dritte und letzte regionale Treffen unserer erfolgreichen Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ in diesem Jahr statt. Rund 30 Recycling-Experten aus der gesamten PVC-Wertschöpfungsketten waren am Donnerstag zur Firma Hündgen Entsorgung in Swisttal gekommen, um dort miteinander über das Recycling ins Gespräch zu kommen und ihr jeweiliges Angebot sowie ihren Bedarf an Recycling-Material und Verfahren vorzustellen.

Organisiert werden die drei regionalen Events von der AGPU mit Unterstützung von VinylPlus®, AgPR, Rewindo, IVK Europe und Roofcollect. Mit insgesamt knapp 90 Teilnehmern hat die etablierte Veranstaltungsreihe in diesem Jahr einen neuen Rekord aufgestellt. Dies zeigt erneut, welchen hohen Stellenwert das Thema in den vielen Unternehmen hat.

Rewindo: 200 alte Kunststofffenster recycelt

Derzeit wird in Primnitz das alte Gesundheitszentrum zurückgebaut. Bis zur Wende diente das 1972 errichtete, sechsstöckige Gebäude als Poliklinik für das örtliche Chemiefaserwerk und beherbergte einst 14 medizinische Fachabteilungen. 1990 übernahm die Stadt die Einrichtung und etablierte dort ein Gesundheitszentrum. Nach Errichtung eines neuen Ärztezentrums vor zwei Jahren stand das Bauwerk leer, nun erfolgt der selektive Rückbau. Im Zuge dessen wurden unter anderem über 200 ausgediente Kunststofffenster ausgebaut und dem Recycling zugeführt – eine Vorgehensweise, die mittlerweile auch bei vielen anderen Bauprojekten in ganz Deutschland so praktiziert wird.

Die Recyclingmengen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. So konnte Rewindo 2018 zusammen mit seinen Recyclingpartnern mehr als 33.000 Tonnen PVC-Regranulat zurückgewinnen. Das entspricht dem Material-Output von etwa zwei Millionen recycelten Altfenstern. Europaweit sollen bis 2025 im Rahmen der Selbstverpflichtung VinylPlus insgesamt 900.000 Tonnen PVC jährlich recycelt werden. Mit ihrem Beitritt zur Circular Plastics Alliance (CPA) der EU-Kommission haben VinylPlus sowie die Fensterprofilbranche kürzlich ein weiteres Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft abgelegt.

PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter: Neue Termine

In diesem Jahr geht die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeite“ in eine neue Runde. VinylPlus®, AGPU, AgPR, Rewindo, IVK Europe und Roofcollect® laden wieder gemeinsam PVC-Recycler und PVC-Verarbeiter ein, an drei Terminen in verschiedenen Regionen über das jeweilige Angebot und Bedarf miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Auftakt findet am 27. Juni 2019 von 10 bis 15.30 Uhr bei Tarkett in Lentzweiler/Luxemburg statt. Weiter geht es am 05. September 2019 von 10 bis 15 Uhr beim SKZ in Würzburg sowie am 28. November 2019 von 10 bis 15 Uhr bei der Firma Hündgen Entsorgungs GmbH & Co. KG in Swisttal.

Die Einladung wird in Kürze versendet. Bei Fragen zu den drei Terminen, dem Inhalt der Treffen und zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an Frau Gogos unter julia.gogos@agpu.com

VinylPlus® will bis 2025 900.000 Tonnen PVC pro Jahr recyceln

VinylPlus, das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche, ist seit Gründung im Jahr 2000 ein Vorreiter für die Kreislaufwirtschaft. Die Industrie hat von Anfang an die Forderung der Europäischen Kommission unterstützt, das Recycling von Kunststoffen weiter voranzutreiben. Zudem hat sie sich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2025 mindestens 900.000 Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln, was einen wesentlichen Beitrag zu dem von der Kommission für die Kunststoffindustrie gesteckten Gesamtziel von 10 Millionen Tonnen darstellt. Mit Blick auf die Zukunft hat sich VinylPlus außerdem verpflichtet, bis 2030 mindestens 1 Million Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln.

„Seit fast 20 Jahren schafft VinylPlus die Voraussetzungen für eine Kreislaufwirtschaft, indem die Branche die Nachhaltigkeit von PVC kontinuierlich verbessert. Da unser Programm die gesamte Wertschöpfungskette –  PVC-Hersteller, Additiv-Hersteller, Verarbeiter und Verwerter – umfasst, konnten wir frühzeitig auf die Forderung der Kommission nach einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Kunststoffbranche reagieren. Wir begrüßen diese Maßnahme, die die Weitsicht von VinylPlus bei der Umsetzung seiner ersten Selbstverpflichtung unterstreicht“, sagt Brigitte Dero, General Managerin von VinylPlus.

Dank der besonderen Rolle von VinylPlus durch die Einbindung der gesamten Wertschöpfungskette ist es dem Nachhaltigkeitsprogramm gelungen, seit 2000 mehr als 4 Millionen Tonnen PVC zu recyceln.

PVC wird aus Salz und Öl oder Erdgas hergestellt und ist einer der am weitesten verbreiteten Kunststoffe der Welt mit einem breiten Anwendungsspektrum wie Fensterrahmen, Bodenbeläge, Rohre, Kabel, Verpackungen, Sportgeräte, Möbel und medizinische Geräte.

Die Einhaltung der gesetzten Ziele ist für den Erfolg von VinylPlus essenziell. Die recycelten Mengen werden von unabhängiger Stelle verifiziert und dem VinylPlus Monitoring-Ausschuss vorgelegt, der sich aus Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, von Verbraucherorganisationen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Industrie zusammensetzt.

BVSE und AGPU: Positive Entwicklung bei Recyclinglösungen für den Baustoff PVC

Anlässlich des 21. Altkunststofftages in Bad Neuenahr haben der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) und die Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AGPU) eine positive Zwischenbilanz für das Recycling des Baustoffes PVC gezogen. PVC hat zahlreiche langlebige Anwendungen im Baubereich. Hier sind insbesondere bewährte Produkte wie etwa Fenster, Rohre, Bodenbeläge, Dach- und Dichtungsbahnen oder Kabelummantelungen zu nennen. „Durch Aufbau und Erweiterung von mittlerweile sehr etablierten Recyclingwegen lässt sich die Nachhaltigkeit dieser Bauprodukte inzwischen gut darstellen“, macht der bvse-Kunststoffexperte Dr. Thomas Probst deutlich.

PVC-Recycling im Aufwind

Der kürzlich veröffentlichte Fortschrittsbericht von VinylPlus®, dem Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche, hat gezeigt, dass sich das PVC-Recycling weiterhin im Aufwind befindet. So konnten 2017 insgesamt 639.648 Tonnen recyceltes PVC registriert und die Menge im Vergleich zu den Vorjahren (560.492 Tonnen in 2016) gesteigert werden. Damit sind mittlerweile fast 80 Prozent des angestrebten Jahresziels von 800.000 Tonnen für 2020 erreicht. Maßgeblichen Anteil hieran haben die Recyclingaktivitäten in Deutschland. Anfang der 1990er Jahre hat man damit begonnen, Recyclinganlagen zu errichten und Sammelsysteme aufzubauen oder weiter zu optimieren. „Mittlerweile gibt es in Deutschland etwa 70 Betriebe, die mit dem Recycling von PVC Geld verdienen“, so AGPU-Geschäftsführer Thomas Hülsmann.

Diverse Recyclinginitiativen

Knapp 73 Prozent des jährlich hergestellten PVC wird im Baubereich eingesetzt und  wie in der Produktion sind folglich auch in der Abfallwirtschaft PVC-Bauprodukte mengenmäßig am bedeutendsten. Um die Verwertung kümmern sich in Deutschland diverse Recyclinginitiativen, wie die AgPR Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling und RoofCollect (Dachbahnen). Für Fenster hat die Rewindo GmbH mit ihren Recyclingpartnern ein flächendeckendes Rücknahmesystem eingerichtet. 2017 konnten insgesamt rund 100.000 Tonnen PVC-Regranulat aus Altfenstern und Produktionsabschnitten gewonnen werden. Seit Anfang 2005 bilden die Rohr-Recycling GmbH & Co. KG in Westeregeln und der Kunststoffrohrverband e.V. (KRV) eine Allianz, um die Verwertungsmengen zu steigern. Diese Initiative nimmt PVC-Rohre bundesweit zurück und sorgt für die Verwertung der Altprodukte.

Aus Alt mach Neu

Vorwiegend das Mittel der Wahl in diesem Prozess ist nach wie vor das werkstoffliche Recycling. Hierbei wird aus den ausgedienten Produkten ein Rohstoff gewonnen, der wieder in neuen Anwendungen verwendet werden kann. So ist das beim Fensterrecycling gewonnene Regranulat in neuen Fensterprofilen, ummantelt mit PVC-Neumaterial, als Recyclatkern zu finden. Der Einsatz der PVC-Recyclingprofile ist mittlerweile Standard. Anwendbar ist dieses Prinzip auch für PVC-Böden und -Rohre, bei denen das Regranulat auf der Unterseite bzw. in der Mittelschicht eingesetzt werden kann. Etablierte, langlebige Produkte werden schließlich – zum Teil als Mischfraktion – auch aus alten PVC-Kabelummantelungen hergestellt. Hier reicht die Palette vom Bakenfuß, über Schächte und Bretter bis zum widerstandsfähigen Industriebodenbelag. Die Hersteller solcher Produkte finden sich auch im PVC-Recyclingfinder der AGPU.

Altkunststofftag in Bad Neuenahr

Vom 12. bis 13. Juni lädt der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling in diesem Jahr bereits zum 21. Mal, zum Internationalen Branchentreff nach Bad Neuenahr ein. Auf der zweitägigen europäischen Branchentagung stehen aktuelle Themen des Kunststoffrecyclings auf dem Vortrags- und Diskussionsprogramm. Eine ideale Netzwerk- und Informationsplattform bietet an beiden Tagungstagen das Ausstellerforum.

VinylPlus: 639.648 Tonnen recyceltes PVC in 2017 registriert

Im Rahmen des VinylPlus® Sustainability Forum in der vergangenen Woche in Madrid hat VinylPlus Geschäftsführerin Brigitte Dero die aktuellen Fortschritte beim Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche bekannt gegeben. Unter anderem wurden demnach 2017 insgesamt 639.648 Tonnen recyceltes PVC registriert, fast 80 Prozent des angestrebten Ziels von 800.000 Tonnen für 2020.

Den aktuellen Fortschrittsbericht finden Sie unter: https://vinylplus.eu/uploads/Modules/Documents/vinylplus-progress-report-2018.pdf

Fenstererneuerung im Industriepark Troisdorf – Alte Fenster liefern neuen Rohstoff

Das Gebäude 56 im Troisdorfer Industriepark, auch bekannt unter dem Namen „Haus der Technik“, war jahrelang die Schaltzentrale der HT Troplast AG. Heute beherbergt das Gebäude die Verwaltung der profine GmbH, einer der führenden Hersteller von Kunststofffenster-Profilen.

Um das Gebäude nun fit für die Zukunft zu machen, werden derzeit die über 200 alten Fenster gegen neue wärmedämmende Kunststofffenster getauscht. So wird die Energiebilanz deutlich verbessert und die Umwelt geschont. Zum Einsatz kommen hierbei natürlich die hochmodernen Profile von profine.

Der Nachhaltigkeitsgedanke leitet die T-Park GmbH, der heutigen Eigentümerin des Industrieparks zusammen mit dem ausführenden Fensterbauunternehmen ROLF Fensterbau GmbH aus Hennef jedoch auch bei den alten ausgebauten Kunststofffenstern. Nach Jahren im Einsatz werden diese nun über das bundesweit flächendeckend agierende System der Rewindo GmbH, Fenster-Recycling-Service, mit Sitz in Bonn wiederverwertet. Dabei wird der wieder gewonnene Rohstoff genau dort eingesetzt, woher er eigentlich stammt: Aus alten Fenstern entstehen wieder neue.

In den neuen Fensterprofilen ist das Regranulat, ummantelt mit PVC-Neumaterial, dann als Recyclatkern zu finden. Der Einsatz der Recyclingprofile ist mittlerweile Standard und der Markt für Kunststofffenster mit Recyclatkern wächst stetig. Alle anerkannten Vorteile des Kunststofffensters, wie Langlebigkeit, Stabilität, geringer Wartungsaufwand, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und hohe Recyclingfähigkeit, bleiben beim Recyclingprofil erhalten. In technischer und bauphysikalischer Hinsicht also genauso so gut wie neu, helfen die Recyclingprofile darüber hinaus bei der Vermeidung schädlicher Treibhausgase. So spart jede Tonne PVC-Recyclat, das in der Profilherstellung zum Einsatz kommt im Vergleich zu Primär PVC rund 1,87 Tonnen CO2. Als Gründungsgesellschafter der Rewindo ist nicht zuletzt die profine maßgeblicher Treiber und Nutzer dieser Entwicklungen.

Das werkstoffliche Recycling der gebrauchten Kunststofffenster aus Troisdorf erledigen in hochmodernen Recyclinganlagen die Mitarbeiter der Dekura GmbH aus Höxter. Wiederverwertet werden hier u.a. Fensterrahmen und Altrollladen aus Deutschland und Europa. Ein praxiserprobtes Sammelsystem mit bedarfsorientierten Behältern ermöglicht dabei flächendeckend eine schnelle und flexible Übernahme des Altmaterials. Im Werk entsteht schließlich ein PVC-Mahlgut, das als Ausgangsmaterial für hochwertiges Granulat verwendet wird. Für die Recyclingexperten aus Höxter ist ihr Kerngeschäft jedoch noch nicht genug in Sachen Nachhaltigkeit. Durch die sortenreine Abtrennung verschiedener Metalle und anderer Fraktionen werden nebenbei auch weitere Rohstoffe aus den alten Fenstern für die Wiederverwertung gewonnen.

Dekura ist einer der Recyclingpartner der Rewindo, die seit 2002 das Recycling alter Kunststofffenster, -rollladen und -türen bundesweit mit wachsendem Erfolg organisiert. So konnten 2016 mehr als 29.000 Tonnen PVC-Regranulat gewonnen werden. Dies entspricht nahezu 1,8 Millionen recycelter Altfenster. Hinzu kommen über 74.000 Tonnen Produktionsabfall. Aufgaben und Maßnahmen der Rewindo stehen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche, VinylPlus.