Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Mitte April einen neuen Bericht zur chemischen Sicherheit von Kunststoff-Rezyklaten veröffentlicht.
„Kunststoffe sind vielseitige Materialien, die in zahlreichen Anwendungsbereichen und Branchen zum Einsatz kommen und der Gesellschaft viele Vorteile bieten. Kunststoffe können Tausende verschiedener chemischer Stoffe enthalten, darunter auch solche, die Anlass zu besonderer Sorge geben und bei unsachgemäßer Handhabung negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben können. Die Identifizierung dieser Stoffe wird noch schwieriger, wenn Materialien recycelt werden, da chemische Informationen entlang der Wertschöpfungsketten unvollständig sein oder verloren gehen können und während der Nutzung und des Recyclings neue Verunreinigungen, Abbauprodukte oder Reaktionsprodukte entstehen können“, heißt es in dem Papier.
Der Bericht bietet einen Überblick über die chemischen Aspekte, die in Normen, Zertifizierungen und Qualitätskontrollmaßnahmen für recycelte Kunststoffe integriert sind, und untersucht Analysetechniken, die zur Charakterisierung des chemischen Gehalts von Sekundärmaterialien eingesetzt werden. Weiter heißt es: Insgesamt erfordere die Gewährleistung der chemischen Sicherheit bei recycelten Kunststoffen einen integrierten Ansatz, der harmonisierte internationale Standards, robuste Analysetechniken, Systeme zur chemischen Rückverfolgbarkeit, wirtschaftliche Anreize und Forschungszusammenarbeit kombiniert. Zusammen können diese Elemente eine sichere und nachhaltige Kreislaufwirtschaft unterstützen und gleichzeitig die Recyclingquoten maximieren.

