Recycling Day: PVC beim Recycling auf einem guten Weg

Am 18. März ist Global Recycling Day. Der weltweite Aktionstag der Global Recycling Foundation mit Sitz in Brüssel ruft seit 2018 zu einem bewussteren Umgang mit Abfällen und mehr Recycling auf. In der europäischen PVC-Branche steht das Recycling als zentraler Baustein einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft bereits seit vielen Jahren im Fokus ihres Handelns.

Den langfristigen Nachhaltigkeitsrahmen für die gesamte Wertschöpfungskette bildet VinylPlus®, die Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm VinylPlus 2030 und neuen ehrgeizigen Zielen für diese Dekade setzt sie den bereits im Jahr 2000 mit dem ersten Programm begonnen Weg konsequent fort und hat dabei nicht zuletzt beim Recycling bereits viel erreicht. So wurden in diesem Zeitraum in Europa rund 7,3 Millionen Tonnen recyceltes PVC zu neuen Produkten verarbeitet, wodurch etwa 14,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden konnten.

Dokumentiert werden die Entwicklungen und Erfolge in einem jährlichen von unabhängiger Seite geprüften Fortschrittsbericht, der in diesem Jahr im Mai anlässlich des nächsten europäischen VinylPlus® Sustainability Forum in Florenz vorgestellt wird. Die erzeugten und verwendeten Recyclingmengen in Europa überwacht das mit den Grundsätzen der EU Circular Plastics Alliance (CPA) übereinstimmende Datenerfassungssystem RecoTraceTM.

Stoffstrombild für PVC in Deutschland

Dank der bereits in den 1990er-Jahren eingeführten Recyclingaktivitäten sind auch die Fortschritte in Deutschland deutlich. So wurden 2021 etwa 340.000 Tonnen PVC-Rezyklate zu Halbzeugen und Endprodukten verarbeitet. Das zeigt das aktuelle Stoffstrombild für PVC. Damit wird fast 18 Prozent des verarbeiteten PVC inzwischen aus dem Recycling gewonnen. Die Rezyklate sind also bereits heute eine wichtige Rohstoffbasis, durch die der Einsatz von fossilen Rohstoffen deutlich reduziert wird. Eingesetzt werden die Rezyklate aus dem werkstofflichen Recycling vor allem dort, wo sie auch gewonnen werden: bei langlebigen Bauprodukten wie Fenster, andere Bauprofile, Rohre oder Bodenbeläge.

Durch breites Serviceangebot Recycling aktiv fördern

Konkrete Serviceangebote zum Thema PVC-Recycling finden Interessierte auf den Webseiten von VinylPlus Deutschland. So unterstützt die Online-Plattform „PVC-Recycling-Finder“ mit über 60 gelisteten Unternehmen in Deutschland sowohl bei der Suche nach Rezyklaten als auch für die Abnahme von PVC-Altmaterialien. Weiterführende Informationen zum Thema hält die Homepage von VinylPlus Deutschland unter der Adresse www.vinylplus.de bereit. Mit der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ bietet VinylPlus Deutschland gemeinsam mit AgPR, Rewindo und IVK Europe zur aktiven Förderung des Recyclings für Experten eine Plattform zum direkten Austausch. Die Treffen finden vor Ort bei Unternehmen statt, die Recycling praktizieren. Die bewährten bundesweiten Recyclinglösungen für PVC-Bauprodukte stellt bei Veranstaltungen auch die „Aktion PVC-Recycling“ vor. In Kooperation mit VinylPlus® bündeln hierbei AgPR, Rewindo, KRV, IVK Europe sowie VinylPlus Deutschland ihre Kräfte, um das PVC-Recycling in Deutschland noch besser voranzutreiben.

Recyclinglösungen für PVC-Bauprodukte auf der Abbruch-Tagung in Berlin

Erneuter Besucherrekord und großes Interesse an den Recyclinglösungen für PVC-Bauprodukte haben Europas größten Branchentreff für Abbruch und Rückbau Ende der vergangenen Woche gekennzeichnet. Etwa 1.200 Fachteilnehmer konnte Andreas Pocha, Geschäftsführer des Deutschen Abbruchverbands nach zwei Jahren coronabedingter Pause als Ausrichter bei der internationalen Veranstaltung in Berlin begrüßen.

Auch der gemeinschaftliche Stand der „Aktion PVC-Recycling“ war, wie bereits in den Jahren vor der Pandemie bestens besucht. In den vielen Gesprächen vor Ort wurde deutlich, dass die bewährten bundesweiten Recyclinglösungen für PVC-Bauprodukte, wie Bodenbeläge, Dachbahnen, Fenster, Rollläden, Türen, Planen und Rohre auch für die Abbruchbranche eine immer bedeutendere Rolle spielen.

In Kooperation mit VinylPlus® bündeln AgPR, Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling; Rewindo GmbH Fenster-Recycling-Service; KRV, Kunststoffrohrverband e.V.; IVK Europe sowie VinylPlus Deutschland e.V. als „Aktion PVC Recycling“ ihre gemeinsamen Kräfte, um das PVC-Recycling in Deutschland noch besser vorantreiben zu können.

PVC-Recycler-Treffen: Jahresauftakt bei Forbo-Novilon

In der vergangenen Woche fand das erste regionale Treffen des Jahres unserer erfolgreichen Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ bei Forbo-Novilon B.V. in Coevorden, Niederlande statt. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte Arthur Evers, Director Operations bei Forbo-Novilon B.V., als Gastgeber der Veranstaltung vor Ort begrüßen. Darunter waren auch Unternehmen der PVC-Wertschöpfungskette, die bislang noch nicht als Partner vom VinylPlus® in Brüssel oder als Mitglied von VinylPlus Deutschland organisiert sind.

Eines haben die angeregten Diskussionen und guten Gespräche wieder einmal deutlich gezeigt: Der Bedarf an Rezyklaten in passenden Qualitäten ist für die unterschiedlichen PVC-Anwendungen weiterhin enorm. Organisiert werden die regionalen Events von VinylPlus Deutschland gemeinsam mit AgPR, Rewindo und IVK Europe.

Stoffstrombild PVC in Deutschland 2021: Branche setzt deutlich mehr Rezyklate ein

Den widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Trotz konnte die deutsche PVC-Branche auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft weitere deutliche Fortschritte erzielen. Das zeigt das aktuelle von VinylPlus Deutschland und PlasticsEurope Deutschland gemeinsam in Auftrag gegebene Stoffstrombild für PVC in Deutschland 2021. Demnach wurden 340.000 Tonnen PVC-Rezyklate plus 1,57 Millionen Tonnen PVC-Neuware in Deutschland zu Halbzeugen und Endprodukten verarbeitet. Damit ist der Einsatz von recyceltem PVC gegenüber 2017 um insgesamt 91.000 Tonnen gestiegen. Dies ist ein sehr deutliches Wachstum von knapp 37 Prozent im Vergleich zu 2017. Trotz rückläufigem Einsatz von PVC-Neuware lag so auch die insgesamt eingesetzte PVC-Verarbeitungsmenge von 1,91 Millionen Tonnen um 3,8 Prozent über dem Niveau des Jahres 2017. „Fast 18 Prozent des in Deutschland verarbeiteten PVC wird inzwischen aus dem Recycling gewonnen. Die Rezyklate sind bereits heute für uns eine wichtige Rohstoffbasis, mit der wir den Einsatz von fossilen Rohstoffen reduzieren. Beim Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft bis 2050 werden geschlossene Materialkreisläufe eine große Bedeutung haben. Hier sind wir auf einem guten Weg“, so VinylPlus Deutschland-Geschäftsführer Thomas Hülsmann.

Eingesetzt werden die durch das werkstoffliche Recycling hergestellten Rezyklate vor allem bei Bauprodukten wie Fenster oder sonstige Bauprofile, Rohre oder Verkehrssicherheitsanwendungen. Langlebige Anwendungen also, die ohnehin bereits seit langem den dominierenden Anteil bei der Verarbeitung ausmachen. Auch 2021 war der Baubereich mit über 75 Prozent des insgesamt verarbeiteten PVC von 1,91 Millionen Tonnen wieder der größte Anwendungsbereich.

Im Vergleich zum Jahr 2017 stieg die PVC-Abfallmenge um knapp 24 Prozent auf 861.000 Tonnen im Jahr 2021. Dieser Anstieg wird insbesondere durch den zunehmenden Rücklauf der langlebigen Bauprodukte bestimmt, die verstärkt seit den 1970er und 1980er Jahren verbaut wurden. Auch die Verwertungsmenge nahm im Vergleichszeitraum deutlich zu: 2021 wurden 854.000 Tonnen PVC verwertet und damit fast 170.000 mehr als noch 2017. Aufgeschlüsselt nach Verwertungsverfahren teilt sich die Menge wie folgt auf: 42 Prozent des PVC-Abfalls wurden werkstofflich und 57 Prozent unter Energierückgewinnung verwertet, insgesamt 99 Prozent.

Der Export von Abfall spielt im Falle von PVC so gut wie keine Rolle. Lediglich 10.000 Tonnen wurden 2021 zum Recycling fast ausschließlich in EU-Länder exportiert.

Über die Studie

Für die Studie mit dem Titel „Stoffstrombild PVC in Deutschland 2021 – Zahlen und Fakten zum Lebensweg von PVC“ wurden mehr als 2.000 Unternehmen aus Kunststofferzeugung, -verarbeitung und -verwertung befragt sowie amtliche und weitere Statistiken herangezogen. Erstellt wurde die Studie im Auftrag von VinylPlus Deutschland und PlasticsEurope Deutschland durch die Conversio Market & Strategy GmbH. Die Studie kann auf Anfrage über VinylPlus Deutschland bezogen werden.

20 Jahre Rewindo

20 Jahre alt wird in diesem Sommer die Rewindo GmbH. Das bundesweite Recyclingsystem wurde 2002 von führenden deutschen Kunststoff-Fensterprofilherstellern im Rahmen der Fensterbau Frontale in Nürnberg initiiert und dann schließlich im Juli desselben Jahres in Bonn offiziell gegründet.

Innerhalb dieser zwei Jahrzehnte sei es gelungen, die jährlichen Recyclingmengen aus PVC Altfenstern von damals 4.500 auf 42.500 Tonnen im Jahr 2021 zu erhöhen. „Das ist eine Steigerung von über 800 Prozent“, so Michael Vetter, der seit der Gründung Rewindo-Geschäftsführer ist.

Maßgeblich für diesen Erfolg seien der ständige Ausbau des Recyclingsystems, die kontinuierliche Erweiterung des Netzwerkes, sowie die Vernetzung mit europäischen Recyclingstrukturen.

PVC-Recycler-Treffen in Lüneburg: Netzwerken „Face to Face“

Die erste Face to Face-Veranstaltung nach über zwei Jahren in der Reihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ fand Anfang vergangener Woche in Lüneburg statt. Zwar wurden mit 20 Anwesenden vor Ort nicht die Teilnehmerzahlen der vorangegangenen online-Treffen erreicht. Umso größer jedoch war die Freude aller Besucherinnen und Besucher, sich endlich wieder direkt von Angesicht zu Angesicht austauschen zu können. Die Gespräche seien nicht nur intensiver, sondern auch effektiver, so die einhellige Meinung vor Ort.

Die Veranstaltung zog erwartungsgemäß insbesondere Teilnehmer aus dem Norden an. Gastgeber war die GFA-Lüneburg, die eine Getrenntsammlung von Abfällen wie Bodenbeläge, Dachbahnen, Fenster und Rohre aus PVC organisiert und so aktiv dazu beiträgt, dass diese Wertstoffe dem Recycling zugeführt werden. Die Besichtigung der Entsorgungseinrichtung, war neben der Vortragsveranstaltung ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung.

Mit dem erfolgreichen Format „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ bieten wir Ihnen gemeinsam mit der AgPR, Rewindo und der IVK Europe eine Experten-Plattform an, bei der Informationen zum Thema PVC-Recycling aus erster Hand, der direkte Austausch und persönliche Gespräche im Fokus stehen. Die nächste Veranstaltung ist für die zweite Jahreshälfte in Planung. 

PVC-Recycler-Treffen am 09.Mai 2022

Mit der Fortsetzung unseres erfolgreichen Formats „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ bieten wir Ihnen gemeinsam mit der AgPR, Rewindo und der IVK Europe auch in diesem Jahr wieder eine Experten-Plattform an, bei der Informationen zum Thema PVC-Recycling aus erster Hand, der direkte Austausch und persönliche Gespräche im Fokus stehen.

Das erste Networking-Event findet am 09. Mai 2022 in Lüneburg statt. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, die Entsorgungseinrichtung „GfA Lüneburg“ zu besichtigen. Anmeldungen sind ab sofort bei Frau Julia Gogos (julia.gogos@vinylplus.de) möglich. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind! Anmeldeschluss ist der 27. April.

WILLERSINN Gruppe vergrößert Rewindo-Annahmesystem um fünf Standorte

Mit der G.A.S. Gesellschaft für Abfallbeseitigung und Städtereinigung mbH & Co. KG, Mannheim, der SÜD-MÜLL GmbH & CO. KG am Hauptsitz Heßheim, in Zweibrücken und Landau sowie der SÜD-MÜLL Saar-Pfalz Entsorgung GmbH in St. Ingbert erweitert die WILLERSINN Gruppe ab sofort das Netz der Rewindo-Annahmestellen um gleich fünf Standorte.

„Wir freuen uns enorm, dass wir eine derart renommierte Firmengruppe für unsere Idee der Annahmestellen für kleinere Mengen PVC-Altfenster, -rollläden und -türen gewinnen konnten. Für Monteure oder kleine Handwerksbetriebe, die ausgebaute Fenster nicht lagern können, sind wir so nun vom Rhein-Neckar Gebiet über die Pfalz bis an die Saar sehr gut aufgestellt“, so Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter über die neue Partnerschaft.

Aktiver Umweltschutz als Markenkern von WILLERSINN

Auch für WILLERSINN ist die Zusammenarbeit passgenau auf das eigene Nachhaltigkeitsportfolio zugeschnitten. Hat sich die Gruppe doch den täglichen Beitrag zum Umweltschutz u.a. durch saubere und umweltfreundliche Abfallverwertung auf die Fahnen geschrieben. Allesamt in umweltrelevanten Themenbereichen aktiv sind die 14 Dienstleistungsunternehmen der national und international operierenden Firmengruppe. Hierbei erstrecken sich die Tätigkeitsfelder neben den Entsorgungsdienstleistungen von Straßenbaustoffen, Logistik und Umweltdiensten über Rohrsanierung und Kanalreinigung bis hin zu regenerativen Energien, Industrieanlagenbau und Automatisierung. Im Bereich Kunststofffensterrecycling kooperiert man schon seit einiger Zeit mit dem Rewindo-Recyclingpartner VEKA UT. Für Christian Landvogt, Prokurist der WILLERSINN Gruppe, ist die Beteiligung am Annahmestellennetz durchaus mehr als nur eine kleinere Ergänzung: „Auch in Zukunft werden die alten Kunststofffenster mit einiger Sicherheit nicht den größten Anteil am Gesamtmengenstrom unserer Entsorgungsunternehmen ausmachen. Aber nun an den Höfen auch kleinere Mengen anzunehmen, verdeutlicht exemplarisch einerseits unser Engagement in punkto Nachhaltigkeit und andererseits unseren Servicegedanken in der gesamten Gruppe. Ob nun den Groß- oder den vermeintlichen Kleinkunden, wir wollen praxisorientierte und umweltgerechte Lösungen bieten.“

Netz der Annahmestellen soll noch enger werden

Mit dem Zuwachs durch die WILLERSINN Gruppe ergänzen etwa 60 Annahmestellen derzeit das bewährte bundesweit agierende Sammelsystem der Rewindo-Recyclingpartner. Ziel ist nach wie vor, weitere Unternehmen zu gewinnen, um sukzessive bundesweit lokale Standorte mit dem Schwerpunkt auf Kleinstmengen zu etablieren.

Rewindo meldet deutlichen Anstieg der Recyclingmenge

Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie konnte die Rewindo GmbH Fenster-Recycling-Service, Bonn, im Jahr 2020 wiederholt einen deutlichen Anstieg der Recyclingmengen von PVC-Altfenstern, -türen und -rollläden vermelden. „Knapp acht Prozent Zuwachs – das ist ein hervorragendes Ergebnis“, so Geschäftsführer Michael Vetter. „Und das, obwohl im letzten Jahr nicht wenige Bauvorhaben wegen Corona zumindest verschoben wurden und unseren Recyclingpartnern weniger Reisetätigkeiten als sonst bei der Akquisition von geeigneten Projekten möglich waren.“ Der aktuell von Rewindo herausgegebene Flyer „kunststofffenster-recycling in zahlen 2020“ verzeichnet als Post-Consumer-Menge 38.263 Tonnen PVC-Rezyklat, was etwa zwei Millionen Altfenstern entspricht, sowie als Pre-Consumer-Verwertungsmenge 97.228 Tonnen an Profilabschnitten und Produktionsresten. In Summe also über 135.000 Tonnen Sekundärrohstoff, der Ressourcen und CO2 einspart.

Europaweit einheitliche Erfassung

„Damit hat Rewindo erneut einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erreichung der Recyclingziele von VinylPlus®geleistet, wonach bis 2030 jährlich eine Million Tonnen PVC insgesamt recycelt werden sollen“, so Vetter. Neu ist, dass Rewindo nunmehr Teil des Recovinyl®-Datenerfassungssystems RecoTrace™ ist. Die Recyclingmengen der Rewindo-Recyclingpartner für 2020 wurden so erstmals – europäisch vereinheitlicht – über RecoTrace™ erfasst. Die für Deutschland von Rewindo gelieferten RecoTrace™- geprüften Werte für das Kunststofffensterrecycling fließen in die ebenfalls neu etablierte PolyREC-Übersicht (www.polyrec.eu) ein. Diese auch von der EU-Kommission anerkannte Plattform bietet eine Zusammenschau aller relevanten Kunststoffrecyclingdaten in Europa.

Verstärkte Wirksamkeit des Netzwerkes

Dass sich in Deutschland die Recyclingmengen positiv entwickeln, führt Vetter auch auf die verstärkte Wirksamkeit des vergrößerten Rewindo-Netzwerkes zurück. Die mittlerweile ca. 60 neuen Annahmestellen für kleinere und Kleinstmengen an PVC-Altfenstern sowie die aktive Unterstützung durch die stetig steigende Zahl der Premium-Partner erhöhen spürbar den Rücklauf. Aktuell verzeichnet Rewindo insgesamt 22 Premium-Partner-Betriebe, darunter 15 aus der Fensterbaubranche, drei Extrusionsunternehmen, zwei Folienhersteller und zwei Unternehmen aus dem Recycling-Maschinenbau. In Kürze startet eine Kampagne zur Gewinnung von Unternehmen der Glas- und Beschlagbranche. Ziel ist es, am Ende die gesamte PVC-Wertschöpfungskette als Premium-Partner der Rewindo abzubilden.

VinylPlus Deutschland ist gut gerüstet für die neuen Herausforderungen

Mitte Juni ging VinylPlus 2030, die neue freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Industrie für die nächsten zehn Jahre, an den Start. Dr. Zdenek Hruska, Public Affairs Director bei VinylPlus®, nutzte die Gelegenheit und stellte im Rahmen der virtuellen Mitgliederversammlung des VinylPlus Deutschland e.V. am 01. Juli 2021 die wichtigsten Punkte des neuen Programms vor.

Das neue Nachhaltigkeitsprogramm baut auf einer über 20-jährigen Bilanz von Fortschritten und Erfolgen der europäischen PVC-Branche auf. Dazu gehören unter anderem die kontinuierliche Weiterentwicklung von Erfassungs- und Verwertungssystemen für PVC-Abfälle in ganz Europa, die seit 2000 das Recycling von 6,5 Millionen Tonnen PVC ermöglicht haben, der schrittweise Ersatz kritischer Additive, die Reduzierung des Energieverbrauchs in der Produktion sowie die Entwicklung des VinylPlus® Product Labels.

Proaktiver Beitrag der PVC-Branche zur Nachhaltigkeit

Mit der erneuerten Selbstverpflichtung leistet VinylPlus einen proaktiven Beitrag zur Bewältigung der globalen Herausforderungen und Prioritäten im Bereich der Nachhaltigkeit. Hierfür wurden drei „Pfade“ und 12 Aktionsfelder identifiziert, die die Zirkularität der PVC-Wertschöpfungskette, ihren Fortschritt in Richtung CO2-Neutralität, die Minimierung des ökologischen Fußabdrucks der PVC-Produktion und -Produkte sowie ihren Austausch mit Interessengruppen und globalen Koalitionen weiter vorantreiben.

Mit Blick auf die Zukunft bekräftigt VinylPlus sein starkes Engagement und die Verpflichtung, bis 2025 im Einklang mit den Zielen der Circular Plastics Alliance 900.000 Tonnen PVC pro Jahr und bis 2030 eine Million Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln. „Die großen transformativen Herausforderungen auf dem Weg hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität, vor denen die Kunststoffindustrie insgesamt und auch unsere Branche stehen, können am besten gemeinsam entlang der gesamten PVC-Wertschöpfungskette gemeistert werden“, betonte Dr. Oliver Mieden, Vorstandsvorsitzender von VinylPlus Deutschland, gegenüber den Mitgliedsunternehmen, die via Bildschirm an der Mitgliederversammlung teilnahmen, und hob hervor: „Hier ist das neue Programm VinylPlus 2030 absolut richtungsweisend.“

Wiederwahl des Vorstands sorgt für Kontinuität

Ebenfalls auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung stand die turnusmäßige Neuwahl des Vorstands. Dieser hatte sich im Vorfeld geschlossen zur Wiederwahl bis 2024 gestellt.

Der alte und neue Vorstand von VinylPlus Deutschland setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Oliver Mieden (Vinnolit, Vorstandsvorsitzender), Mailin Bode (RENOLIT, stellvertretende Vorsitzende), Dr. Dieter Polte (Vestolit, stellvertretender Vorsitzender), Uwe Dietsch (INOVYN, Schatzmeister), Jörg Frömming (Dekura), Volkmar Halbe (FEB), Roland Jahn (GEALAN), Roland Pietz (Evonik), Dr. Ingo Sartorius (PlasticsEurope Deutschland) und Thomas Zenger (Baerlocher).

Nachhaltigkeitsforum 2021 von VinylPlus Deutschland im Oktober

Das Nachhaltigkeitsforum 2021 von VinylPlus Deutschland, welches gemeinsam mit der Mitgliederversammlung stattfinden sollte, wurde Corona-bedingt auf Anfang Oktober verschoben. Die Veranstaltung richtet sich an die Mitgliedsunternehmen von VinylPlus Deutschland sowie an VinylPlus-Partner und Stakeholder. „Bei dem Forum erhalten Teilnehmer wichtige Einblicke in das neue 10-Jahres-Programm, dessen Bedeutung und die konkreten Herausforderungen für die deutsche PVC-Branche“, so Thomas Hülsmann, Geschäftsführer von VinylPlus Deutschland.