Rewindo: Continental ist neuer Premium-Partner

Rewindo, die Recycling-Initiative für ausdiente PVC-Fenster, -Rollläden und -Türen, konnte in der vergangenen Woche mit Continental den ersten Premium-Partner im Bereich Beschichtung für die Außenanwendung bei Fenstern, Fassaden, Haustüren und Garagentoren begrüßen.  

Durch die Kooperation will Continental dazu beitragen, bei der Herstellung von Kunststoffprofilen für Bauprodukte Ressourcen einzusparen, CO2 -Emissionen zu reduzieren und nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. Darüber hinaus unterstützt Continental auch als AGPU-Mitglied die europaweiten Ziele der Circular Plastics Alliance (CPA) der EU-Kommission sowie das europäische Nachhaltigkeitsprogramm der PVC-Branche VinylPlus®.

Neues Stoffstrombild für Deutschland: Mehr Rezyklate und Kreislaufführung bei Kunststoffen

Kaum ein Thema unserer Zeit, bei dem Kunststoffe nicht eine – viel diskutierte – Rolle spielen: moderne Konsumgewohnheiten und deren Auswirkungen auf die Umwelt, Ressourcenschutz und CO2-Minderung in Sektoren wie Mobilität und Bau, die Gewinnung erneuerbarer Energie mittels Windkraft oder Solarzellen. Seit vielen Jahren blickt eine umfassende Lebensweganalyse zu Kunststoffen in Deutschland auf all diese vielfältigen Anwendungsgebiete und liefert darüber hinaus Zahlen und Daten zur Produktion, Verarbeitung und Verwertung des Werkstoffs. Die Studie trägt so im entscheidenden Maße zur Versachlichung der Kunststoffdebatte bei und dokumentiert den Weg der Branche hin zu einer Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen.

Höhere Rezyklatmenge in 2019

Das zweite Mal in Folge hat das alle zwei Jahre erscheinende Stoffstrombild neben der Produktion von neuen Kunststoffen auch die Mengen der Erzeugung und Verarbeitung von Rezyklaten ermittelt. Das Ergebnis für 2019 zeigt, dass Recyclingkunststoffe häufiger zum Einsatz kamen als zuvor und als Rohstoff für neue Kunststoffprodukte immer wichtiger werden. So wurden im vergangenen Jahr 13,7 Prozent der Kunststoff­verarbeitungsmenge durch Rezyklate gedeckt; zwei Jahre zuvor lag der Anteil noch bei 12,3 Prozent. Die Rezyklatmenge stieg seit der letzten Erhebung 2017 pro Jahr um rund fünf Prozent, was wiederum einen Rückgang bei der Einsatzmenge neuer Kunststoffe zur Folge hatte. Diese verringerte sich im selben Zeitraum um 2,5 Prozent.

Kunststoffrezyklat fast überall zu finden

Kunststoffrezyklate kommen dabei in quasi allen Segmenten des Marktes zum Einsatz: bei hoch technischen Anwendungen wie dem Fahrzeugbau oder Elektrogeräten sowie besonders häufig im Baubereich (ca. 43 Prozent), in Verpackungen (ca. 24 Prozent) und der Landwirtschaft (ca. 11 Prozent). Die Kunststoffwertschöpfungskette trägt somit dazu bei, natürliche Ressourcen mittels Kreislaufführung zu schonen und die Rohstoff­versorgung der Zukunft zu sichern. Dies spiegelt sich auch bei den Zahlen zum Recycling generell wider, wo ebenfalls Zuwächse zu verzeichnen sind. Von den in Deutschland angefallenen Kunststoffabfallmengen wurden im Jahr 2019 rund 2,9 Mio. t werkstofflich recycelt. Damit stieg die werkstoffliche Recyclingmenge im Zwei-Jahres-Vergleich um
3,2 Prozent, was vor allem auf den Anstieg bei Post-Consumer-Abfällen zurückzuführen ist.

Mehr Tempo bei Rezyklateinsatz erforderlich

Allerdings gibt es weiterhin zahlreiche Hürden, die das Kunststoffrecycling erschweren: sei es die fortschreitende Deponierung kunststoffhaltiger Siedlungsabfälle in einigen Teilen Europas, schwierige Marktbedingungen für Rezyklate oder sich teilweise widersprechende gesetzliche Regularien zum Beispiel beim Verbraucher- und Umweltschutz. Dabei braucht es ein schnelles Wachstum bei den Rezyklatmengen, um die Nachhaltigkeitsziele von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und die damit einhergehende Marktversorgung mit Sekundärrohstoffen besser erfüllen zu können.

Stoffstrombild auf einen Blick

Die Zahlen des Stoffstrombilds im Detail: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr gut 20 Millionen Tonnen Kunststoff erzeugt, darunter etwa zwei Millionen Tonnen Rezyklate. Zur Herstellung von Kunststoffprodukten wurden 14 Millionen Tonnen eingesetzt, wovon wiederum 1,9 Millionen Tonnen aus Rezyklaten bestanden. Die Kunststoffabfallmenge betrug rund 6,3 Millionen Tonnen, wovon 46,4 Prozent werkstofflich, weniger als ein Prozent rohstofflich und 52,8 Prozent energetisch verwertet wurden.

Mit der vorgelegten Studie „Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland 2019“ legt die deutsche Kunststoffindustrie erneut eine durchgängige und (nahezu) einmalige Lebensweganalyse von der Produktion bis zur Verwertung der Kunststoffe und des Wiedereinsatzes von Rezyklaten vor. Diese bildet eine wichtige Grundlage für aktuelle Nachhaltigkeitsdiskussionen und hiermit für die Entwicklung von geschlossenen Kreisläufen im Kunststoffbereich. Für die Erhebung wurden mehr als 2.000 Unternehmen aus Kunststofferzeugung, -verarbeitung und -verwertung befragt sowie amtliche und weitere Statistiken herangezogen.

Urheber Stoffstrombild

Erstellt wurde die Studie von der Conversio Market & Strategy GmbH, Auftraggeber sind die BKV GmbH sowie PlasticsEurope Deutschland e.V., der BDE – Bundes­verband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V., der bvse – Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, die IK – Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., der KRV – Kunststoffrohrverband e.V., die AGPU – Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V., der GKV – Gesamtverband Kunststoff­verarbeitende Industrie e. V. mit seinen Trägerverbänden AVK – Industrie­vereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V., FSK – Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V., GKV/TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. und pro-K – Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., der IG BCE   Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie sowie dem VCI – Verband der Chemischen Industrie.

Die Kurzfassung der Studie „Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland 2019“ kann hier kostenfrei als PDF-Version heruntergeladen werden. Die Langfassung ist über die Webseite des BKV kostenpflichtig bestellbar.

Rewindo erhöht erneut Anzahl der regionalen Annahmestellen

Auf aktuell 46 Anlaufpunkte hat die Rewindo GmbH die Anzahl
ihrer regionalen Annahmestellen für das Recycling ausgedienter Kunststofffenster,
-Rollläden und -Türen erhöht. Schwerpunktregion der neuesten Zugänge ist dabei
der Osten der Republik. Mit der Bothur GmbH & Co. KG mit gleich zwei
Annahmestellen in Großenhain und einer in Gröditz, der eXakt Fensterrecycling
GmbH aus Berlin, der Metcera GmbH aus Markranstädt und der Parentin GmbH
aus Großpösna sind gleich sechs der sieben neuen Annahmestellen dort
anzufinden. Hinzu kommt die Weserbergland Entsorgung GmbH aus Hameln.
Die regionalen Annahmestellen sollen all denjenigen eine logistische Lösung bieten,
die kleinere Mengen Altfenster nicht lagern können oder wollen und richten sich u.a.
an Montagetrupps und kleinere Handwerksbetriebe. Größere Altfenstermengen
können selbstverständlich nach Rücksprache ebenfalls dort angeliefert werden.

Weitere Entsorger gesucht
Um das Annahmemetz auszubauen und sukzessive bundesweit lokale Standorte zu
etablieren, ist die Rewindo auch weiterhin auf der Suche nach Partnern aus der
Entsorgungsbranche. „Für die kontinuierliche Steigerung unserer
Verwertungsmengen werden die kleineren Mengen immer wichtiger werden. Dabei
können uns lokal und regional tätige Entsorger gut unterstützen“, so Rewindo-
Geschäftsführer Michael Vetter. Entsorger, die an der Sammlung von
Kleinstmengen ausgebauter Kunststofffenster, -Rollläden und -Türen für das
Rewindo-System interessiert sind, können sich gerne an die Geschäftsstelle
wenden.

Rewindo: Kunststofffenster-Recycling in Zahlen 2019

„Seit ihrer Gründung konnte Rewindo die jährliche Recyclingmenge aus Altfenstern bis heute auf rund 35.000 Tonnen versiebenfachen“, so Michael Vetter, Geschäftsführer der Rewindo GmbH, bei der Vorstellung der neuen Recyclingzahlen für das Jahr 2019. Demnach lag die gesammelte Menge (inklusive Metall, Glasreste, etc.) an Altfenstern, -rollläden und -türen im vergangenen Jahr bei 47.169 Tonnen. Die recycelte Menge lag bei 35.561 Tonnen (reines PVC-Rezyklat). Für das Rewindo-System ergibt sich dadurch eine Recyclingquote von 84,6 Prozent (bezogen auf die erfassbare verfügbare Menge von 42.040 Tonnen).

Die Recyclingzahlen können auf der Rewindo-Webseite heruntergeladen werden.

Altkunststofftag und IFAT abgesagt

Die Liste der wegen der Corona-Pandemie abgesagten Veranstaltungen wird immer länger. In der vergangenen Woche haben die Veranstalter des Internationalen Altkunststofftags die für Mitte Juni geplante Veranstaltung in Bad Neuenahr abgesagt. Der nächste Altkunststofftag findet voraussichtlich Anfang Juni 2021 statt.

Ebenfalls nicht mehr stattfinden wird in diesem Jahr die IFAT. Die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft war schon von Mai auf September 2020 verschoben worden. Nun erfolgte die Absage durch die Messe München. Die nächste IFAT findet turnusgemäß vom 30. Mai bis 03. Juni 2022 statt.

Interesse an Verwertungslösungen für PVC wächst beständig

Mit großem Erfolg hat sich die Aktion PVC-Recycling an der 26. Fachtagung Abbruch in Berlin Ende Februar beteiligt. Mehr als 1.100 Abbruch- und Recycling-Spezialisten aus ganz Europa haben die Veranstaltung genutzt, um sich dort über aktuelle Themen aus der Branche auszutauschen. So konnten sich die Teilnehmer der Abbruchtagung am Gemeinschaftsstand der Aktion PVC-Recycling über bundesweite Recyclinglösungen für Bodenbeläge, Dachbahnen, Fenster, Türen, Rollladen, Planen und Rohre aus PVC informieren.

Als Experten vor Ort waren neben Michael Vetter, Recycling-Experte der AGPU und Geschäftsführer von Rewindo, auch Geschäftsführer Dr. Jochen Zimmermann und weitere Mitarbeiter von der Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AgPR).

Wie in den vergangenen Jahren, konnte die Veranstaltung in diesem Jahr die Teilnehmerzahl sowohl in Bezug auf Fachpublikum (von rund 1.000 auf über 1.100) als auch in Bezug auf die Austeller (von 116 auf 127) im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern. Dabei wächst auch das Interesse an den Verwertungslösungen für den Baustoff PVC beständig: „Die alljährlich vom Deutschen Abbruchverband organisierte Tagung bietet uns eine hervorragende Möglichkeit mit vielen Firmen ins Gespräch zu kommen und ihnen unsere Angebote vorzustellen,“ so Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter. „Dabei steigt das Interesse an unseren Verwertungslösungen von Jahr zu Jahr“, ergänzt Dr. Jochen Zimmermann, Geschäftsführer der AgPR.

Die Initiative Aktion PVC-Recycling, an der sich AgPR, AGPU, IVK Europe, KRV, Rewindo, Roofcollect sowie VinylPlus® als Partner beteiligen, informiert über die Verwertungsmöglichkeiten von PVC.

PVC-Recycler-Treffen mit Rekordbeteiligung

In der vergangenen Woche fand das dritte und letzte regionale Treffen unserer erfolgreichen Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ in diesem Jahr statt. Rund 30 Recycling-Experten aus der gesamten PVC-Wertschöpfungsketten waren am Donnerstag zur Firma Hündgen Entsorgung in Swisttal gekommen, um dort miteinander über das Recycling ins Gespräch zu kommen und ihr jeweiliges Angebot sowie ihren Bedarf an Recycling-Material und Verfahren vorzustellen.

Organisiert werden die drei regionalen Events von der AGPU mit Unterstützung von VinylPlus®, AgPR, Rewindo, IVK Europe und Roofcollect. Mit insgesamt knapp 90 Teilnehmern hat die etablierte Veranstaltungsreihe in diesem Jahr einen neuen Rekord aufgestellt. Dies zeigt erneut, welchen hohen Stellenwert das Thema in den vielen Unternehmen hat.

Rewindo: Zuwachs bei regionalen Annahmestellen

Wie Rewindo in der vergangenen Woche bekannt gab, konnte die Anzahl an regionalen Annahmestellen für kleinere Mengen an ausgedienten Kunststofffenstern, -rollläden und -türen von 29 auf nun 36 Standorte weiter ausgebaut werden. Die regionalen Annahmestellen ergänzen den bundesweiten Holservice für ausgebaute Kunststofffenster, -rollläden und -türen, indem sie insbesondere auch kleinere Mengen von unter zehn Fenstern annehmen und dem Recyclingsystem der Rewindo zukommen lassen. Damit will die Rewindo all denen eine logistische Lösung bieten, die kleinere Mengen Altfenster nicht lagern können oder wollen.

Rewindo: 200 alte Kunststofffenster recycelt

Derzeit wird in Primnitz das alte Gesundheitszentrum zurückgebaut. Bis zur Wende diente das 1972 errichtete, sechsstöckige Gebäude als Poliklinik für das örtliche Chemiefaserwerk und beherbergte einst 14 medizinische Fachabteilungen. 1990 übernahm die Stadt die Einrichtung und etablierte dort ein Gesundheitszentrum. Nach Errichtung eines neuen Ärztezentrums vor zwei Jahren stand das Bauwerk leer, nun erfolgt der selektive Rückbau. Im Zuge dessen wurden unter anderem über 200 ausgediente Kunststofffenster ausgebaut und dem Recycling zugeführt – eine Vorgehensweise, die mittlerweile auch bei vielen anderen Bauprojekten in ganz Deutschland so praktiziert wird.

Die Recyclingmengen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. So konnte Rewindo 2018 zusammen mit seinen Recyclingpartnern mehr als 33.000 Tonnen PVC-Regranulat zurückgewinnen. Das entspricht dem Material-Output von etwa zwei Millionen recycelten Altfenstern. Europaweit sollen bis 2025 im Rahmen der Selbstverpflichtung VinylPlus insgesamt 900.000 Tonnen PVC jährlich recycelt werden. Mit ihrem Beitritt zur Circular Plastics Alliance (CPA) der EU-Kommission haben VinylPlus sowie die Fensterprofilbranche kürzlich ein weiteres Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft abgelegt.

Erfolgreiches Recycler-Treffen beim SKZ

In der vergangenen Woche fand beim SKZ in Würzburg das zweite regionale Treffen der Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ statt. Rund 30 Experten aus der gesamten Wertschöpfungskette kamen nach einer kurzen thematischen Einführung miteinander ins Gespräch und stellten ihr Angebot und ihren Bedarf rund ums Recycling vor. Im Anschluss fand noch eine Führung durch die SKZ-Labore sowie eine Besichtigung der Recyclinganlage statt.

Das dritte und letzte regionale Treffen findet am 28. November 2019 bei der Firma Hündgen Entsorgung in Swisttal statt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an agpu@agpu.com.