20 Jahre Rewindo

20 Jahre alt wird in diesem Sommer die Rewindo GmbH. Das bundesweite Recyclingsystem wurde 2002 von führenden deutschen Kunststoff-Fensterprofilherstellern im Rahmen der Fensterbau Frontale in Nürnberg initiiert und dann schließlich im Juli desselben Jahres in Bonn offiziell gegründet.

Innerhalb dieser zwei Jahrzehnte sei es gelungen, die jährlichen Recyclingmengen aus PVC Altfenstern von damals 4.500 auf 42.500 Tonnen im Jahr 2021 zu erhöhen. „Das ist eine Steigerung von über 800 Prozent“, so Michael Vetter, der seit der Gründung Rewindo-Geschäftsführer ist.

Maßgeblich für diesen Erfolg seien der ständige Ausbau des Recyclingsystems, die kontinuierliche Erweiterung des Netzwerkes, sowie die Vernetzung mit europäischen Recyclingstrukturen.

PVC-Recycler-Treffen in Lüneburg: Netzwerken „Face to Face“

Die erste Face to Face-Veranstaltung nach über zwei Jahren in der Reihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ fand Anfang vergangener Woche in Lüneburg statt. Zwar wurden mit 20 Anwesenden vor Ort nicht die Teilnehmerzahlen der vorangegangenen online-Treffen erreicht. Umso größer jedoch war die Freude aller Besucherinnen und Besucher, sich endlich wieder direkt von Angesicht zu Angesicht austauschen zu können. Die Gespräche seien nicht nur intensiver, sondern auch effektiver, so die einhellige Meinung vor Ort.

Die Veranstaltung zog erwartungsgemäß insbesondere Teilnehmer aus dem Norden an. Gastgeber war die GFA-Lüneburg, die eine Getrenntsammlung von Abfällen wie Bodenbeläge, Dachbahnen, Fenster und Rohre aus PVC organisiert und so aktiv dazu beiträgt, dass diese Wertstoffe dem Recycling zugeführt werden. Die Besichtigung der Entsorgungseinrichtung, war neben der Vortragsveranstaltung ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung.

Mit dem erfolgreichen Format „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ bieten wir Ihnen gemeinsam mit der AgPR, Rewindo und der IVK Europe eine Experten-Plattform an, bei der Informationen zum Thema PVC-Recycling aus erster Hand, der direkte Austausch und persönliche Gespräche im Fokus stehen. Die nächste Veranstaltung ist für die zweite Jahreshälfte in Planung. 

PVC-Recycler-Treffen am 09.Mai 2022

Mit der Fortsetzung unseres erfolgreichen Formats „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ bieten wir Ihnen gemeinsam mit der AgPR, Rewindo und der IVK Europe auch in diesem Jahr wieder eine Experten-Plattform an, bei der Informationen zum Thema PVC-Recycling aus erster Hand, der direkte Austausch und persönliche Gespräche im Fokus stehen.

Das erste Networking-Event findet am 09. Mai 2022 in Lüneburg statt. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, die Entsorgungseinrichtung „GfA Lüneburg“ zu besichtigen. Anmeldungen sind ab sofort bei Frau Julia Gogos (julia.gogos@vinylplus.de) möglich. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind! Anmeldeschluss ist der 27. April.

WILLERSINN Gruppe vergrößert Rewindo-Annahmesystem um fünf Standorte

Mit der G.A.S. Gesellschaft für Abfallbeseitigung und Städtereinigung mbH & Co. KG, Mannheim, der SÜD-MÜLL GmbH & CO. KG am Hauptsitz Heßheim, in Zweibrücken und Landau sowie der SÜD-MÜLL Saar-Pfalz Entsorgung GmbH in St. Ingbert erweitert die WILLERSINN Gruppe ab sofort das Netz der Rewindo-Annahmestellen um gleich fünf Standorte.

„Wir freuen uns enorm, dass wir eine derart renommierte Firmengruppe für unsere Idee der Annahmestellen für kleinere Mengen PVC-Altfenster, -rollläden und -türen gewinnen konnten. Für Monteure oder kleine Handwerksbetriebe, die ausgebaute Fenster nicht lagern können, sind wir so nun vom Rhein-Neckar Gebiet über die Pfalz bis an die Saar sehr gut aufgestellt“, so Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter über die neue Partnerschaft.

Aktiver Umweltschutz als Markenkern von WILLERSINN

Auch für WILLERSINN ist die Zusammenarbeit passgenau auf das eigene Nachhaltigkeitsportfolio zugeschnitten. Hat sich die Gruppe doch den täglichen Beitrag zum Umweltschutz u.a. durch saubere und umweltfreundliche Abfallverwertung auf die Fahnen geschrieben. Allesamt in umweltrelevanten Themenbereichen aktiv sind die 14 Dienstleistungsunternehmen der national und international operierenden Firmengruppe. Hierbei erstrecken sich die Tätigkeitsfelder neben den Entsorgungsdienstleistungen von Straßenbaustoffen, Logistik und Umweltdiensten über Rohrsanierung und Kanalreinigung bis hin zu regenerativen Energien, Industrieanlagenbau und Automatisierung. Im Bereich Kunststofffensterrecycling kooperiert man schon seit einiger Zeit mit dem Rewindo-Recyclingpartner VEKA UT. Für Christian Landvogt, Prokurist der WILLERSINN Gruppe, ist die Beteiligung am Annahmestellennetz durchaus mehr als nur eine kleinere Ergänzung: „Auch in Zukunft werden die alten Kunststofffenster mit einiger Sicherheit nicht den größten Anteil am Gesamtmengenstrom unserer Entsorgungsunternehmen ausmachen. Aber nun an den Höfen auch kleinere Mengen anzunehmen, verdeutlicht exemplarisch einerseits unser Engagement in punkto Nachhaltigkeit und andererseits unseren Servicegedanken in der gesamten Gruppe. Ob nun den Groß- oder den vermeintlichen Kleinkunden, wir wollen praxisorientierte und umweltgerechte Lösungen bieten.“

Netz der Annahmestellen soll noch enger werden

Mit dem Zuwachs durch die WILLERSINN Gruppe ergänzen etwa 60 Annahmestellen derzeit das bewährte bundesweit agierende Sammelsystem der Rewindo-Recyclingpartner. Ziel ist nach wie vor, weitere Unternehmen zu gewinnen, um sukzessive bundesweit lokale Standorte mit dem Schwerpunkt auf Kleinstmengen zu etablieren.

Rewindo meldet deutlichen Anstieg der Recyclingmenge

Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie konnte die Rewindo GmbH Fenster-Recycling-Service, Bonn, im Jahr 2020 wiederholt einen deutlichen Anstieg der Recyclingmengen von PVC-Altfenstern, -türen und -rollläden vermelden. „Knapp acht Prozent Zuwachs – das ist ein hervorragendes Ergebnis“, so Geschäftsführer Michael Vetter. „Und das, obwohl im letzten Jahr nicht wenige Bauvorhaben wegen Corona zumindest verschoben wurden und unseren Recyclingpartnern weniger Reisetätigkeiten als sonst bei der Akquisition von geeigneten Projekten möglich waren.“ Der aktuell von Rewindo herausgegebene Flyer „kunststofffenster-recycling in zahlen 2020“ verzeichnet als Post-Consumer-Menge 38.263 Tonnen PVC-Rezyklat, was etwa zwei Millionen Altfenstern entspricht, sowie als Pre-Consumer-Verwertungsmenge 97.228 Tonnen an Profilabschnitten und Produktionsresten. In Summe also über 135.000 Tonnen Sekundärrohstoff, der Ressourcen und CO2 einspart.

Europaweit einheitliche Erfassung

„Damit hat Rewindo erneut einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erreichung der Recyclingziele von VinylPlus®geleistet, wonach bis 2030 jährlich eine Million Tonnen PVC insgesamt recycelt werden sollen“, so Vetter. Neu ist, dass Rewindo nunmehr Teil des Recovinyl®-Datenerfassungssystems RecoTrace™ ist. Die Recyclingmengen der Rewindo-Recyclingpartner für 2020 wurden so erstmals – europäisch vereinheitlicht – über RecoTrace™ erfasst. Die für Deutschland von Rewindo gelieferten RecoTrace™- geprüften Werte für das Kunststofffensterrecycling fließen in die ebenfalls neu etablierte PolyREC-Übersicht (www.polyrec.eu) ein. Diese auch von der EU-Kommission anerkannte Plattform bietet eine Zusammenschau aller relevanten Kunststoffrecyclingdaten in Europa.

Verstärkte Wirksamkeit des Netzwerkes

Dass sich in Deutschland die Recyclingmengen positiv entwickeln, führt Vetter auch auf die verstärkte Wirksamkeit des vergrößerten Rewindo-Netzwerkes zurück. Die mittlerweile ca. 60 neuen Annahmestellen für kleinere und Kleinstmengen an PVC-Altfenstern sowie die aktive Unterstützung durch die stetig steigende Zahl der Premium-Partner erhöhen spürbar den Rücklauf. Aktuell verzeichnet Rewindo insgesamt 22 Premium-Partner-Betriebe, darunter 15 aus der Fensterbaubranche, drei Extrusionsunternehmen, zwei Folienhersteller und zwei Unternehmen aus dem Recycling-Maschinenbau. In Kürze startet eine Kampagne zur Gewinnung von Unternehmen der Glas- und Beschlagbranche. Ziel ist es, am Ende die gesamte PVC-Wertschöpfungskette als Premium-Partner der Rewindo abzubilden.

VinylPlus Deutschland ist gut gerüstet für die neuen Herausforderungen

Mitte Juni ging VinylPlus 2030, die neue freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Industrie für die nächsten zehn Jahre, an den Start. Dr. Zdenek Hruska, Public Affairs Director bei VinylPlus®, nutzte die Gelegenheit und stellte im Rahmen der virtuellen Mitgliederversammlung des VinylPlus Deutschland e.V. am 01. Juli 2021 die wichtigsten Punkte des neuen Programms vor.

Das neue Nachhaltigkeitsprogramm baut auf einer über 20-jährigen Bilanz von Fortschritten und Erfolgen der europäischen PVC-Branche auf. Dazu gehören unter anderem die kontinuierliche Weiterentwicklung von Erfassungs- und Verwertungssystemen für PVC-Abfälle in ganz Europa, die seit 2000 das Recycling von 6,5 Millionen Tonnen PVC ermöglicht haben, der schrittweise Ersatz kritischer Additive, die Reduzierung des Energieverbrauchs in der Produktion sowie die Entwicklung des VinylPlus® Product Labels.

Proaktiver Beitrag der PVC-Branche zur Nachhaltigkeit

Mit der erneuerten Selbstverpflichtung leistet VinylPlus einen proaktiven Beitrag zur Bewältigung der globalen Herausforderungen und Prioritäten im Bereich der Nachhaltigkeit. Hierfür wurden drei „Pfade“ und 12 Aktionsfelder identifiziert, die die Zirkularität der PVC-Wertschöpfungskette, ihren Fortschritt in Richtung CO2-Neutralität, die Minimierung des ökologischen Fußabdrucks der PVC-Produktion und -Produkte sowie ihren Austausch mit Interessengruppen und globalen Koalitionen weiter vorantreiben.

Mit Blick auf die Zukunft bekräftigt VinylPlus sein starkes Engagement und die Verpflichtung, bis 2025 im Einklang mit den Zielen der Circular Plastics Alliance 900.000 Tonnen PVC pro Jahr und bis 2030 eine Million Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln. „Die großen transformativen Herausforderungen auf dem Weg hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität, vor denen die Kunststoffindustrie insgesamt und auch unsere Branche stehen, können am besten gemeinsam entlang der gesamten PVC-Wertschöpfungskette gemeistert werden“, betonte Dr. Oliver Mieden, Vorstandsvorsitzender von VinylPlus Deutschland, gegenüber den Mitgliedsunternehmen, die via Bildschirm an der Mitgliederversammlung teilnahmen, und hob hervor: „Hier ist das neue Programm VinylPlus 2030 absolut richtungsweisend.“

Wiederwahl des Vorstands sorgt für Kontinuität

Ebenfalls auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung stand die turnusmäßige Neuwahl des Vorstands. Dieser hatte sich im Vorfeld geschlossen zur Wiederwahl bis 2024 gestellt.

Der alte und neue Vorstand von VinylPlus Deutschland setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Oliver Mieden (Vinnolit, Vorstandsvorsitzender), Mailin Bode (RENOLIT, stellvertretende Vorsitzende), Dr. Dieter Polte (Vestolit, stellvertretender Vorsitzender), Uwe Dietsch (INOVYN, Schatzmeister), Jörg Frömming (Dekura), Volkmar Halbe (FEB), Roland Jahn (GEALAN), Roland Pietz (Evonik), Dr. Ingo Sartorius (PlasticsEurope Deutschland) und Thomas Zenger (Baerlocher).

Nachhaltigkeitsforum 2021 von VinylPlus Deutschland im Oktober

Das Nachhaltigkeitsforum 2021 von VinylPlus Deutschland, welches gemeinsam mit der Mitgliederversammlung stattfinden sollte, wurde Corona-bedingt auf Anfang Oktober verschoben. Die Veranstaltung richtet sich an die Mitgliedsunternehmen von VinylPlus Deutschland sowie an VinylPlus-Partner und Stakeholder. „Bei dem Forum erhalten Teilnehmer wichtige Einblicke in das neue 10-Jahres-Programm, dessen Bedeutung und die konkreten Herausforderungen für die deutsche PVC-Branche“, so Thomas Hülsmann, Geschäftsführer von VinylPlus Deutschland.

VinylPlus® stellt neue 10-Jahres-Verpflichtung der europäischen PVC-Branche zur nachhaltigen Entwicklung vor

Beim VinylPlus® Sustainability Forum 2021 #TOWARDS2030 (VSF2021) am 17. Juni wurde „VinylPlus 2030“ vorgestellt. Die neue Verpflichtung der europäischen PVC-Branche zur nachhaltigen Entwicklung für die nächsten zehn Jahren wurde in einem Bottom-Up-Ansatz von der gesamten PVC-Wertschöpfungskette zusammen mit ihren Stakeholdern entwickelt. Sie baut auf 20 Jahren Erfahrung als Vorreiterin in der Kreislaufwirtschaft auf. Das VSF2021, zu dem sich mehr als 530 Teilnehmer aus 44 Ländern angemeldet hatten, fand in Brüssel als Hybrid-Veranstaltung statt.

Neben dem offiziellen Start der neuen Verpflichtung wurde beim VSF2021 auch der Abschluss der zweiten 10-jährigen freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche sowie ihre wichtigsten Fortschritte in den vergangenen 20 Jahren – beim PVC-Recycling, bei der Produktverantwortung, bei Forschung und Innovation sowie die Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von PVC – gewürdigt. Im Rahmen der feierlichen VinylPlus® Product Label Awards Ceremony wurden die vier VinylPlus Partnerunternehmen Epwin, Finstral, Internorm und profine für ihre erfolgreiche Zertifizierung im Jahr 2020 ausgezeichnet. Das Produktlabel wird an Unternehmen verliehen, die PVC-Produkte mit der höchsten Nachhaltigkeitsleistung anbieten. Das VinylPlus® Product Label ist das erste Zertifizierungssystem überhaupt, das im Rahmen von BREEAM®, dem weltweit bekanntesten Standard für Grünes Bauen, als Zertifizierungssystem für verantwortungsvolle Beschaffung in der Herstellung von Bauprodukten aus Kunststoff anerkannt wurde.

Rückblickend auf zwei Jahrzehnte mit einer Führungsrolle im Bereich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sagte Brigitte Dero, Managing Director von VinylPlus : „Als vereinte europäische PVC-Branche haben wir viel erreicht. Auch wenn wir auf vieles stolz sein können, so wissen wir, dass diese Errungenschaften nur Meilensteine auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft sind. Um ein noch ehrgeizigeres Programm auf den Weg zu bringen, haben wir gemeinsam mit Accenture im vergangenen Jahr einen dreimonatigen offenen Konsultationsprozess durchlaufen, um Input zu den wichtigsten Nachhaltigkeitsfaktoren, Herausforderungen und Chancen für die PVC-Branche zu sammeln, die wir in den nächsten zehn Jahren beantworten müssen.“

Moderiert wurde die diesjährige Veranstaltung von EurActiv Chefredakteur Frédéric Simon. Als Hauptredner sprachen Ondrej Knotek, Mitglied des Europäischen Parlaments, über die Wichtigkeit, die europäische Industrie in der Post-Covid-Ära bei ihrer Erholung und in ihrer Resilienz zu stärken, sowie Werner Bosmans, Policy Officer bei der GD ENV der Europäischen Kommission, der die EU-Strategie zu Kunststoffen in der Kreislaufwirtschaft erläuterte. Ondrej Knotek kommentierte: „Die

europäische PVC-Branche spielt durch VinylPlus eine wichtige Rolle bei den umfangreichen Sanierungsbestrebungen, die von der Europäischen Kommission als ein Schlüsselbereich für Investitionen identifiziert wurden, dank ihrer Fähigkeit, den ökologischen Fußabdruck von Gebäuden in der gesamten EU zu verbessern und Arbeitsplätze zu schaffen.“

Nach den Keynote-Reden wurde die neue Verpflichtung „VinylPlus 2030“ vorgestellt. Die nächste 10-Jahres-Verpflichtung der PVC-Wertschöpfungskette identifiziert drei „Pfade“: Ausbau der Kreislauffähigkeit der PVC-Wertschöpfungskette, Fortschritte in Richtung CO2-Neutralität und Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks und Aufbau globaler Koalitionen und Partnerschaften für die SDGs. Die drei Pfade umfassen zwölf zentrale Aktionsfelder mit 39 Zielen, die konkrete Schritte für die europäische PVC-Branche zur weiteren Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung von PVC umfassen.

Das VSF2021 #TOWARDS2030 endete mit der feierlichen Unterzeichnung und somit dem Beginn der neuen Selbstverpflichtung „VinylPlus 2030“. Sie baut auf einer über 20-jährigen Bilanz von Fortschritten und Erfolgen der vereinten europäischen PVC-Industrie auf und wird den Übergang zu einer nachhaltigeren und kreislauforientierten Zukunft mit noch ehrgeizigeren Zielen weiter beschleunigen.

Myriam Tryjefaczka erklärte im Namen der Verarbeiter unter den VinylPlus-Partnern: „Mehr denn je ist im Kontext akuter Umwelt- und Klimakrisen die Zusammenarbeit in der PVC-Wertschöpfungskette entscheidend, um den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen und den Klimaschutz zu unterstützen. Die VinylPlus-Verpflichtung 2030 sieht Investitionen in technische Projekte zur Entwicklung von Rücknahme-, Logistik- und Recycling-Technologien vor. Dies wird zum Ziel von VinylPlus beitragen, in Übereinstimmung mit den Ambitionen der Circular Plastics Alliance bis 2030 in Europa 1 Million Tonnen recyceltes PVC pro Jahr zu erreichen und gleichzeitig einen Beitrag zu den Zielen des europäischen Green Deal leisten.“

Rund 40 Teilnehmer beim Online-Recycler-Treffen

Vergangene Woche hieß es wieder „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“. Der gemeinsamen Einladung von VinylPlus Deutschland, AgPR, Rewindo und IVK Europe folgten rund 40 Teilnehmer aus der PVC-Wertschöpfungskette, um im Rahmen des Online-Meetings beispielsweise ihr jeweiliges Angebot und ihren Bedarf an Recycling-Material vorzustellen.

Das bewährte Konzept der Veranstaltungsreihe ging auch im Online-Format gut auf. Neben der thematischen Einführung zum Stand des PVC-Recycling in Deutschland zu Beginn des Meetings bot die ausführliche Vorstellungsrunde der Teilnehmer genug Möglichkeiten für den weitergehenden Austausch und um neue Kontakte zu knüpfen.

VinylPlus®: 20 Jahre Fortschritt hin zu #CIRCULARVINYL

Zum Abschluss ihrer zweiten zehnjährigen freiwilligen Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung zieht die europäische PVC-Branche Bilanz und blickt bereits auf das Jahr 2030. Zu den wichtigsten Ergebnissen, die in dem heute veröffentlichten VinylPlus® Progress Report 2021 zusammengefasst sind, gehören die kontinuierliche Weiterentwicklung von Erfassungs- und Verwertungssystemen für PVC-Abfälle in ganz Europa, die seit 2000 das Recycling von 6,5 Millionen Tonnen PVC ermöglicht haben, der schrittweise Ersatz der problematischsten Additive, die Reduzierung des Energieverbrauchs in der Produktion sowie die Entwicklung des VinylPlus® Product Label. Mit Blick in die Zukunft bekräftigt VinylPlus® sein starkes Engagement und die Verpflichtung, bis 2025 im Einklang mit den Zielen der Circular Plastics Alliance 900.000 Tonnen PVC pro Jahr und bis 2030 eine Million Tonnen zu recyceln.

In den vergangenen 20 Jahren hat die europäische PVC-Branche durch VinylPlus stetige Fortschritte bei der Produktverantwortung, bei der Erforschung innovativer Technologien und bei der Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von PVC gemacht. Fortschritte beim Recycling wurden vor allem durch den Aufbau von Erfassungs- und Verwertungssystemen erzielt, die es vor 20 Jahren noch nicht gab.

Seitdem hat sich VinylPlus als Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft erwiesen, indem es für eine kontinuierlich wachsende und sichere Verwertung von PVC gesorgt hat, und bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie auf einem guten Weg war, das angestrebte Recyclingziel von 800.000 Tonnen pro Jahr bis 2020 zu erreichen. Trotz der Herausforderungen, denen die Branche im Jahr 2020 gegenüberstand, hat VinylPlus ein großartiges Ergebnis erzielt: mehr als 730.000 Tonnen PVC wurden recycelt und in neuen Produkten wiederverwendet. Das entspricht mehr als 91 Prozent des Ziels für 2020. Die europäische PVC-Branche hat seit 2000 6,5 Millionen Tonnen recyceltes PVC zu neuen Produkten verarbeitet und dadurch fast 13 Millionen Tonnen CO2-Emmissionen eingespart sowie 1.500 Arbeitsplätze in Recyclingbetrieben geschaffen.

VinylPlus geht über die Kreislaufwirtschaft hinaus und hat weitere Nachhaltigkeitsthemen wie Energieeffizienz, nachhaltige Materialbeschaffung und Produktion sowie den verantwortungsvollen Einsatz von Additiven aufgegriffen. Der Energiebedarf für die Herstellung einer Tonne PVC sank zwischen 2007-2008 und 2015-2016 um durchschnittlich 9,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden die CO2-Emissionen bei der durchschnittlichen PVC-Produktion um 14,4 Prozent reduziert. Bei den Verarbeitern sank der Energieverbrauch für die wichtigsten Anwendungen wie Fensterprofile, Rohre, Bodenbeläge und Folien im Jahr 2020 zwischen 16 und 26,5 Prozent im Vergleich zu 2010.

In Zusammenarbeit mit The Natural Step wurde die Methodik des Additive Sustainability Footprint (ASF) entwickelt. Diese wurde von LCA-Experten überprüft und bestätigt. Sie hilft Additivherstellern bei der Nachhaltigkeitsbewertung ihrer aktuellen und neuen Additive, die in PVC-Produkten verwendet werden.

Das VinylPlus® Product Label, das Nachhaltigkeitszeichen für PVC-Produkte im Bauwesen, „liefert nicht nur spezifische Kriterien für eine nachhaltigere PVC-Produktion und -Verwendung“ – so Stijn Brancart, Experte für Circular Construction bei VIBE, „sondern setzt auch eine Diskussion in Gang und spornt die Hersteller an, diese Kriterien durch unterschiedliche Vorgehensweisen anzuwenden. Das Label konzentriert sich auf den Rezyklat-Anteil und das Potenzial für den Wiedereinsatz, enthält aber auch Kriterien für die Rückbaubarkeit und sogar Rückgabebedingungen“. Bis heute wurde das VinylPlus® Product Label für 128 PVC-Produkte verliehen und unterstützt sowohl Verbraucher als auch öffentliche Auftraggeber bei nachhaltigeren Kaufentscheidungen.

Seit 2019 gehört VinylPlus zu den Unterzeichnern der Circular Plastics Alliance und leitet die Arbeitsgruppe „Construction“. Die Multi-Stakeholder-Plattform der EU-Kommission hat das Ziel, den Markt für recycelte Kunststoffe bis 2025 auf zehn Millionen Tonnen zu steigern.

„Ich freue mich sehr über das Engagement und die proaktive Rolle von VinylPlus in der Circular Plastics Alliance“, so Kirsi Ekroth-Manssila, Head of Unit, DG GROW bei der EU-Kommission. „Ich bin zuversichtlich, dass, mit der Zusammenarbeit aller Circular Plastics Alliance Mitglieder und mit dem positiven Beispiel von VinylPlus als effektive und erfolgreiche wertschöpfungskettenübergreifende Plattform das Gesamtergebnis ein Erfolg sein wird. VinylPlus ist ein perfektes Beispiel dafür, wie die Kreislaufwirtschaft Realität werden kann, da es im Jahr 2000 die erste Wertschöpfungskette war, die sich dieser Herausforderung gestellt hat, um ein Problem in eine Chance zu verwandeln“.

Als geeinte Wertschöpfungskette hat VinylPlus große Erfolge erzielt. Dennoch können wir nicht stillstehen. In den vergangenen Monaten hat die gesamte PVC-Wertschöpfungskette gemeinsam mit ihren Stakeholdern hart daran gearbeitet, ihre nächste 10-Jahres-Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 zu erstellen, die beim VinylPlus® Sustainability Forum 2021 #TOWARDS2030 offiziell vorgestellt werden wird.

„Wenn wir zurückblicken, haben wir viel erreicht“, so Brigitte Dero, Managing Director von VinylPlus. „Es gibt jedoch noch viel mehr zu tun, insbesondere wenn wir proaktiv zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) beitragen wollen. Wir gehen jetzt in die nächste Phase unseres Engagements für eine nachhaltige Entwicklung über, indem wir die Erfahrungen und Erfolge aus über 20 Jahren nutzen, um ein neues und noch ehrgeizigeres Engagement für die kommende Dekade aufzubauen und um einen weiteren Beitrag zu einer nachhaltigeren und kreislauforientierten Zukunft zu leisten. Wir freuen uns auf den offiziellen Start unserer nächsten Selbstverpflichtung bis 2030 bei unserem VinylPlus® Nachhaltigkeitsforum am 17. Juni und auf die Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern“.

VinylPlus Nachhaltigkeitsforum 2021: #TOWARDS2030

VinylPlus® wird beim „VinylPlus Sustainability Forum“ (VSF) am 17. Juni 2021 die neue 10-Jahres-Verpflichtung der europäischen PVC-Branche zur nachhaltigen Entwicklung vorstellen. Die halbtägige Veranstaltung steht unter dem Motto #TOWARDS2030 und wird als Hybrid-Event in Brüssel stattfinden.

Das #VSF2021 steht Teilnehmern weltweit offen und bietet live und online hochkarätige Redner, inspirierende Vorträge sowie Diskussionsmöglichkeiten. Die Veranstaltung wird die Erfolge des Nachhaltigkeitsprogramms der vergangenen zehn Jahre Revue passieren lassen und die erreichten Fortschritte der PVC-Industrie bei den Themen Nachhaltigkeit, Produktverantwortung, Recycling, Stakeholder-Beteiligung und Transparenz darstellen.

Das Forum wird organisiert von VinylPlus, der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche zur nachhaltigen Entwicklung, und hat in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung: Gemeinsam mit VinylPlus-Partnern und Stakeholdern wird eine neue und noch anspruchsvollere Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit bis 2030 auf den Weg gebracht.

Die wichtigsten Diskussionspunkte werden sich auf die geplanten Aktivitäten zur vollständigen Umsetzung der EU-Strategien zur Kreislaufwirtschaft und zum Green Deal konzentrieren – und wie eine vereinte PVC-Branche mit gemeinsamen Nachhaltigkeitszielen darauf hinarbeitet.

Brigitte Dero, Managing Director von VinylPlus, sagt: „Wenn wir auf unsere stetigen Fortschritte in den letzten 20 Jahren zurückblicken, ist die europäische PVC-Wertschöpfungskette nach wie vor eine vorbildliche und wegweisende Industrie, die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft und zu einer nachhaltigeren Gesellschaft vorantreibt. Dank klar definierter Ziele, Aufgaben und Fristen sowie der Anstrengungen und des leidenschaftlichen Engagements der gesamten PVC-Industrie können wir die Errungenschaften des letzten Jahrzehnts beim #VSF2021 würdigen.“

Bei der jährlichen Verleihung der VinylPlus® Product Label Awards werden die Unternehmen, die die höchste Nachhaltigkeitsleistung erbringen, belohnt und ausgezeichnet. Den Abschluss der Veranstaltung bildet die feierliche Unterzeichnung und damit den offiziellen Start des neuen VinylPlus® Programms bis 2030.

„Als vereinte Wertschöpfungskette und Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit freuen wir uns darauf, die aktuelle VinylPlus® Selbstverpflichtung abzuschließen und uns gemeinsam auf eine ehrgeizige und stimulierende neue Selbstverpflichtung einzulassen“, so Brigitte Dero.

VinylPlus Nachhaltigkeitsforum 2021: Jetzt kostenfrei anmelden

Zum feierlichen Start der neuen VinylPlus 2030 Verpflichtung ist die Teilnahme am #VSF2021 #TOWARDS2030 in diesem Jahr kostenlos. Eine Online-Registrierung ist erforderlich. VinylPlus® ist die freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche. Das Programm schafft einen langfristigen Rahmen für die nachhaltige Entwicklung der PVC-Industrie, indem es eine Reihe von kritischen Herausforderungen in der EU-27, Großbritannien, Norwegen und der Schweiz angeht.

Anmeldung unter https://vinylplus.eu/events/vinylplus-sustainability-forum-2021-2.