PVC-Recycler-Treffen mit Rekordbeteiligung

In der vergangenen Woche fand das dritte und letzte regionale Treffen unserer erfolgreichen Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ in diesem Jahr statt. Rund 30 Recycling-Experten aus der gesamten PVC-Wertschöpfungsketten waren am Donnerstag zur Firma Hündgen Entsorgung in Swisttal gekommen, um dort miteinander über das Recycling ins Gespräch zu kommen und ihr jeweiliges Angebot sowie ihren Bedarf an Recycling-Material und Verfahren vorzustellen.

Organisiert werden die drei regionalen Events von der AGPU mit Unterstützung von VinylPlus®, AgPR, Rewindo, IVK Europe und Roofcollect. Mit insgesamt knapp 90 Teilnehmern hat die etablierte Veranstaltungsreihe in diesem Jahr einen neuen Rekord aufgestellt. Dies zeigt erneut, welchen hohen Stellenwert das Thema in den vielen Unternehmen hat.

Rewindo: Zuwachs bei regionalen Annahmestellen

Wie Rewindo in der vergangenen Woche bekannt gab, konnte die Anzahl an regionalen Annahmestellen für kleinere Mengen an ausgedienten Kunststofffenstern, -rollläden und -türen von 29 auf nun 36 Standorte weiter ausgebaut werden. Die regionalen Annahmestellen ergänzen den bundesweiten Holservice für ausgebaute Kunststofffenster, -rollläden und -türen, indem sie insbesondere auch kleinere Mengen von unter zehn Fenstern annehmen und dem Recyclingsystem der Rewindo zukommen lassen. Damit will die Rewindo all denen eine logistische Lösung bieten, die kleinere Mengen Altfenster nicht lagern können oder wollen.

Rewindo: 200 alte Kunststofffenster recycelt

Derzeit wird in Primnitz das alte Gesundheitszentrum zurückgebaut. Bis zur Wende diente das 1972 errichtete, sechsstöckige Gebäude als Poliklinik für das örtliche Chemiefaserwerk und beherbergte einst 14 medizinische Fachabteilungen. 1990 übernahm die Stadt die Einrichtung und etablierte dort ein Gesundheitszentrum. Nach Errichtung eines neuen Ärztezentrums vor zwei Jahren stand das Bauwerk leer, nun erfolgt der selektive Rückbau. Im Zuge dessen wurden unter anderem über 200 ausgediente Kunststofffenster ausgebaut und dem Recycling zugeführt – eine Vorgehensweise, die mittlerweile auch bei vielen anderen Bauprojekten in ganz Deutschland so praktiziert wird.

Die Recyclingmengen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. So konnte Rewindo 2018 zusammen mit seinen Recyclingpartnern mehr als 33.000 Tonnen PVC-Regranulat zurückgewinnen. Das entspricht dem Material-Output von etwa zwei Millionen recycelten Altfenstern. Europaweit sollen bis 2025 im Rahmen der Selbstverpflichtung VinylPlus insgesamt 900.000 Tonnen PVC jährlich recycelt werden. Mit ihrem Beitritt zur Circular Plastics Alliance (CPA) der EU-Kommission haben VinylPlus sowie die Fensterprofilbranche kürzlich ein weiteres Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft abgelegt.

Erfolgreiches Recycler-Treffen beim SKZ

In der vergangenen Woche fand beim SKZ in Würzburg das zweite regionale Treffen der Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ statt. Rund 30 Experten aus der gesamten Wertschöpfungskette kamen nach einer kurzen thematischen Einführung miteinander ins Gespräch und stellten ihr Angebot und ihren Bedarf rund ums Recycling vor. Im Anschluss fand noch eine Führung durch die SKZ-Labore sowie eine Besichtigung der Recyclinganlage statt.

Das dritte und letzte regionale Treffen findet am 28. November 2019 bei der Firma Hündgen Entsorgung in Swisttal statt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an agpu@agpu.com.

Rekord-Projekt in Hessen: Über 3.100 alte PVC-Fenster recycelt

Nach den Großprojekten in Hamburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Bayern wurde jetzt das größte Fensterrecyclingprojekt Hessens realisiert. Im Rahmen einer dreijährigen Modernisierung des Wohngebiets „Platensiedlung“ im Frankfurter Stadtteil Ginnheim ließ der Bauherr über 3.100 PVC-Altfenster gegen neue, energiesparende Kunststofffenster austauschen. Die ausgedienten Fensterelemente gelangten 1:1 ins werkstoffliche Recycling.

Aus ihnen entstanden nach Abschluss des Recyclingprozesses technisch gleichwertige PVC-Profile mit Recyclatkern, die nun an anderen Orten Deutschlands wieder zum Einsatz gelangen. „Mit dem modernen Verfahren der Wiederverwertung ist nicht nur ein nahezu geschlossener Materialkreislauf, sondern auch eine hohe Einsparung von COverbunden“, so Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter.

Mehr Information zum Rekord-Projekt finden Sie hier.

Akzeptanz für Recycling weiter steigern

Die etablierte Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ ist Ende Juni beim Bodenbelagshersteller Tarkett in Lentzweiler/Luxemburg in eine neue Runde gestartet. VinylPlus®, AGPU, AgPR, Rewindo, IVK Europe und Roofcollect® haben gemeinsam wieder zahlreiche PVC-Recycler und PVC-Verarbeiter eingeladen, um an drei Terminen in verschiedenen Regionen über das jeweilige Recycling-Angebot und die Anforderungen an Recycling-Material miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ein Fazit des ersten Expertentreffens: Die Bedeutung des Recyclings nimmt für alle Beteiligten weiter zu. Die Akzeptanz in Unternehmen und bei Verbrauchern, neue Produkte mit Recycling-Material zu verwenden, muss weiter gesteigert werden. Rund 75 Prozent der jährlichen PVC-Produktion in Deutschland wird für nachhaltige PVC-Bauprodukte eingesetzt. Die Branche ist beim Recycling von diesen Produkten bereits besonders gut aufgestellt, dazu tragen auch die Aktivitäten der AGPU und des europäischen Nachhaltigkeitsprogramms VinylPlus erheblich bei.

PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter: Neue Termine

In diesem Jahr geht die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeite“ in eine neue Runde. VinylPlus®, AGPU, AgPR, Rewindo, IVK Europe und Roofcollect® laden wieder gemeinsam PVC-Recycler und PVC-Verarbeiter ein, an drei Terminen in verschiedenen Regionen über das jeweilige Angebot und Bedarf miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Auftakt findet am 27. Juni 2019 von 10 bis 15.30 Uhr bei Tarkett in Lentzweiler/Luxemburg statt. Weiter geht es am 05. September 2019 von 10 bis 15 Uhr beim SKZ in Würzburg sowie am 28. November 2019 von 10 bis 15 Uhr bei der Firma Hündgen Entsorgungs GmbH & Co. KG in Swisttal.

Die Einladung wird in Kürze versendet. Bei Fragen zu den drei Terminen, dem Inhalt der Treffen und zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an Frau Gogos unter julia.gogos@agpu.com

Aktuelles Stoffstrombild für PVC in Deutschland

Seit 30 Jahren engagieren sich Unternehmen der PVC-Branche vom Rohstoff- und Additiv-Hersteller über den Verarbeiter bis zum Recycler für Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Energieeffizienz sowie die Wiederverwertung von PVC-Produkten. In einer Vielzahl von unterschiedlichen Anwendungen trägt der Werkstoff PVC zudem zur Energie- und Ressourcenschonung bei. Die lange Nutzungsdauer der Produkte, insbesondere in hochwertigen Bauanwendungen wie Bodenbeläge, Fensterprofile und Dachbahnen, sowie der steigende Einsatz von Rezyklaten spielen dabei eine wichtige Rolle. Im Auftrag von AGPU und PlasticsEurope Deutschland hat die Conversio Market & Strategy GmbH im Rahmen einer Studie die deutsche PVC-Branche genau unter die Lupe genommen. Damit verfügendie Unternehmen der PVC-Wertschöpfungskette erneut über ein aktuelles Stoffstrombild ihres Werkstoffs. Die letzte Studie wurde für das Jahr 2013 erstellt.

Die Ergebnisse der Studie „Analyse der PVC-Produktion, Verarbeitungs-, Abfall- und Verwertungsströme in Deutschland 2017“ zeigen, dass hierzulande 1,84 Millionen Tonnen PVC, darunter 249.000 Tonnen PVC-Rezyklate, zu Halbzeugen und Endprodukten verarbeitet wurden. Der Bausektor ist hier der dominierende Bereich mit einem Anteil von über 70 Prozent. Damit trägt der Rezyklatanteil bereits heute mit 13,5 Prozent zur verarbeiteten Gesamtmenge bei. PVC-Rezyklate flossen insbesondere in langlebige Bau-Anwendungen sowie die Bereiche Gartenbau und Landwirtschaft.

Die PVC-Abfallmenge stieg im Vergleich zum Jahr 2013 um sieben Prozent auf jetzt 694.000 Tonnen. Ursächlich hierfür ist vor allem, dass im Laufe der Zeit vermehrt langlebige Produkte in den Abfallstrom gelangen. Auch die Verwertungsmenge nahm im Vergleichszeitraum zu: So wurden 2017 687.000 Tonnen PVC verwertet (2013: 639.000 Tonnen). Aufgeschlüsselt nach Verwertungsformen teilt sich diese Menge in Deutschland wie folgt auf: 37 Prozent des PVC-Abfalls wurden werkstofflich und 62 Prozent unter Energierückgewinnung verwertet.

„Immer effektivere Verfahren und eine breitere Akzeptanz für Produkte mit Rezyklaten sorgen für die Zunahme der werkstofflichen PVC-Verwertung. So trägt der Werkstoff auch hier erheblich dazu bei, natürliche Ressourcen zu schonen und die ambitionierten Recyclingziele des europäischen PVC-Nachhaltigkeitsprogramms VinylPlus® zu erfüllen“, so AGPU-Geschäftsführer Thomas Hülsmann.

Über die Studie
Für die Studie mit dem Titel „Analyse der PVC-Produktion, Verarbeitungs-, Abfall- und Verwertungsströme in Deutschland 2017“ wurden mehr als 2.000 Unternehmen aus Kunststofferzeugung, -verarbeitung und -verwertung befragt sowie amtliche und weitere Statistiken herangezogen. Erstellt wurde die Studie im Auftrag von AGPU und PlasticsEurope Deutschland durch die Conversio Market & Strategy GmbH. Die Studie kann auf Anfrage bei der AGPU bezogen werden.

Best Practice für die Umwelt: Dokumentation erschienen

Im Sommer ist nach zwei Jahren Laufzeit die Aktion „Best Practice für die Umwelt“ von AGPU, Rewindo und AgPR zu Ende gegangen. Ihr Ziel: die Ermittlung und Begleitung von Recyclingprojekten im Bereich Abbruch, Rückbau und Demontage, bei denen beispielsweise PVC-Altfenster oder PVC-Bodenbeläge anfallen und über die Recycling-Systeme von AgPR und Rewindo wiederverwertet werden. Eine 28 Seiten starke Dokumentation stellt ausgewählte Projekte im Zeitraum Sommer 2016 bis Sommer 2018 vor.

Erstes Altfensterrecyclingprojekt in Bremen

Wie sich ausgediente Kunststofffenster bei energetischen Sanierungen umweltfreundlich recyceln lassen, zeigt die Modernisierung der Wohnanlage „Wohlers Eichen“ in Bremen. Das Wohnungsunternehmen Vonovia SE lässt zurzeit die Gebäude nahe den Freihäfen der Hansestadt mit 256 Wohnungen in vier Bauabschnitten renovieren. Dabei erhalten unter anderem die Fassaden eine zusätzliche Wärmedämmung und neue, energiesparende Kunststofffenster. Die anfallenden rund 800 Altfenster von Anfang der 1990er Jahre werden direkt an der Baustelle gesammelt und im Anschluss werkstofflich recycelt. Das dabei zurück gewonnene PVC-Granulat ist Ausgangsstoff für neue Kunststofffenster mit Recyclatkern.

In Bremen ist es das erste Fensterrecyclingprojekt dieser Art und Größenordnung. „Diese Methode, die in punkto Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz ganz im Sinne der funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist, gilt heute als ‚best practice‘ bei der Entsorgung von PVC-Bauprodukten“, so Rewindo Michael Vetter. Realisiert wird diese Recyclingprojekt von der Dekura mit Unterstützung durch Rewindo und AGPU.