Beiträge

Erstes Altfensterrecyclingprojekt in Bremen

Wie sich ausgediente Kunststofffenster bei energetischen Sanierungen umweltfreundlich recyceln lassen, zeigt die Modernisierung der Wohnanlage „Wohlers Eichen“ in Bremen. Das Wohnungsunternehmen Vonovia SE lässt zurzeit die Gebäude nahe den Freihäfen der Hansestadt mit 256 Wohnungen in vier Bauabschnitten renovieren. Dabei erhalten unter anderem die Fassaden eine zusätzliche Wärmedämmung und neue, energiesparende Kunststofffenster. Die anfallenden rund 800 Altfenster von Anfang der 1990er Jahre werden direkt an der Baustelle gesammelt und im Anschluss werkstofflich recycelt. Das dabei zurück gewonnene PVC-Granulat ist Ausgangsstoff für neue Kunststofffenster mit Recyclatkern.

In Bremen ist es das erste Fensterrecyclingprojekt dieser Art und Größenordnung. „Diese Methode, die in punkto Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz ganz im Sinne der funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist, gilt heute als ‚best practice‘ bei der Entsorgung von PVC-Bauprodukten“, so Rewindo Michael Vetter. Realisiert wird diese Recyclingprojekt von der Dekura mit Unterstützung durch Rewindo und AGPU.

Urban Mining: 600 alte PVC-Fenster ausgebaut und recycelt

In Würzburg werden derzeit zehn Wohnblöcke mit 144 Wohnungen und einer Geschossfläche von rund 15.000 Quadratmetern zurückgebaut. Die Gebäude wurden zwischen 1950 und 1956 errichtet und entsprachen nicht mehr den heutigen Ansprüchen an Umweltschutz und Wohnambiente. Ein kommunales Wohnungsunternehmen entschloss sich daher zum Abriss und Neubau von Wohnimmobilien nach modernem Standard. Im Rahmen der Maßnahmen wurden auch 600 alte PVC-Fenster ausgebaut und dem werkstofflichen Recycling zugeführt.

Das Abbruchunternehmen arbeitet bei diesem Projekt mit Rewindo zusammen, dem bundesweit tätigen Service-Dienstleister für PVC-Altfensterrecycling, sowie Dekura als Recyclingpartner.

Fenstererneuerung im Industriepark Troisdorf – Alte Fenster liefern neuen Rohstoff

Das Gebäude 56 im Troisdorfer Industriepark, auch bekannt unter dem Namen „Haus der Technik“, war jahrelang die Schaltzentrale der HT Troplast AG. Heute beherbergt das Gebäude die Verwaltung der profine GmbH, einer der führenden Hersteller von Kunststofffenster-Profilen.

Um das Gebäude nun fit für die Zukunft zu machen, werden derzeit die über 200 alten Fenster gegen neue wärmedämmende Kunststofffenster getauscht. So wird die Energiebilanz deutlich verbessert und die Umwelt geschont. Zum Einsatz kommen hierbei natürlich die hochmodernen Profile von profine.

Der Nachhaltigkeitsgedanke leitet die T-Park GmbH, der heutigen Eigentümerin des Industrieparks zusammen mit dem ausführenden Fensterbauunternehmen ROLF Fensterbau GmbH aus Hennef jedoch auch bei den alten ausgebauten Kunststofffenstern. Nach Jahren im Einsatz werden diese nun über das bundesweit flächendeckend agierende System der Rewindo GmbH, Fenster-Recycling-Service, mit Sitz in Bonn wiederverwertet. Dabei wird der wieder gewonnene Rohstoff genau dort eingesetzt, woher er eigentlich stammt: Aus alten Fenstern entstehen wieder neue.

In den neuen Fensterprofilen ist das Regranulat, ummantelt mit PVC-Neumaterial, dann als Recyclatkern zu finden. Der Einsatz der Recyclingprofile ist mittlerweile Standard und der Markt für Kunststofffenster mit Recyclatkern wächst stetig. Alle anerkannten Vorteile des Kunststofffensters, wie Langlebigkeit, Stabilität, geringer Wartungsaufwand, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und hohe Recyclingfähigkeit, bleiben beim Recyclingprofil erhalten. In technischer und bauphysikalischer Hinsicht also genauso so gut wie neu, helfen die Recyclingprofile darüber hinaus bei der Vermeidung schädlicher Treibhausgase. So spart jede Tonne PVC-Recyclat, das in der Profilherstellung zum Einsatz kommt im Vergleich zu Primär PVC rund 1,87 Tonnen CO2. Als Gründungsgesellschafter der Rewindo ist nicht zuletzt die profine maßgeblicher Treiber und Nutzer dieser Entwicklungen.

Das werkstoffliche Recycling der gebrauchten Kunststofffenster aus Troisdorf erledigen in hochmodernen Recyclinganlagen die Mitarbeiter der Dekura GmbH aus Höxter. Wiederverwertet werden hier u.a. Fensterrahmen und Altrollladen aus Deutschland und Europa. Ein praxiserprobtes Sammelsystem mit bedarfsorientierten Behältern ermöglicht dabei flächendeckend eine schnelle und flexible Übernahme des Altmaterials. Im Werk entsteht schließlich ein PVC-Mahlgut, das als Ausgangsmaterial für hochwertiges Granulat verwendet wird. Für die Recyclingexperten aus Höxter ist ihr Kerngeschäft jedoch noch nicht genug in Sachen Nachhaltigkeit. Durch die sortenreine Abtrennung verschiedener Metalle und anderer Fraktionen werden nebenbei auch weitere Rohstoffe aus den alten Fenstern für die Wiederverwertung gewonnen.

Dekura ist einer der Recyclingpartner der Rewindo, die seit 2002 das Recycling alter Kunststofffenster, -rollladen und -türen bundesweit mit wachsendem Erfolg organisiert. So konnten 2016 mehr als 29.000 Tonnen PVC-Regranulat gewonnen werden. Dies entspricht nahezu 1,8 Millionen recycelter Altfenster. Hinzu kommen über 74.000 Tonnen Produktionsabfall. Aufgaben und Maßnahmen der Rewindo stehen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche, VinylPlus.

PVC-Recycling: Rekordprojekt in Franken

Ende Oktober 2017 fiel der Startschuss für ein in mancherlei Hinsicht rekordverdächtiges Bauprojekt. In Schweinfurt wird derzeit eine ehemalige Siedlung der US-Streitkräfte, die sich heute im Besitz der Stadt befindet, abgerissen und durch ein Neubaugebiet ersetzt. Bis 2019 werden die Arbeiten auf dem 28 Hektar großen Areal mit 34 dreigeschossigen Wohnzeilen und 13 Doppelhäusern voraussichtlich andauern. Der Rückbau erfolgt nach modernen und umweltgerechten Standards, was nicht nur eine Trennung der unterschiedlichen Baustoffe beinhaltet, sondern auch deren Recycling.

Neben einer größeren Menge an ausgedienten PVC-Bodenbelägen werden beim Abbruch der Siedlung auch rund 2.500 Kunststoff-Altfenster ausgebaut, in Containern gesammelt, anschließend werkstofflich recycelt und zu Fenster- und Bauprofilen wiederverwertet.  Das Projekt in Schweinfurt gehört zu den bundesweit vier größten Recyclingprojekten für PVC-Altfenster der letzten zehn Jahre – und im Freistaat Bayern stellt das Projekt sogar einen Recyclingrekord auf. Begleitet wird das Projekt von der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AGPU), von Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH, von der Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AgPR), vom europäischen Wirtschaftsverband für Hersteller von PVC-Fensterprofilsystemen und verwandten Bauprodukten (EPPA ivzw) sowie vom Recycling-Unternehmen Dekura GmbH.

Im Rahmen eines Pressetermins stellten AgPR, AGPU, Rewindo und Dekura zusammen mit dem Rückbauunternehmen am 25. Oktober die PVC-Recyclingaktivitäten vor Ort vor. Neben Vertretern der lokalen Medien berichtete auch der Bayrische Rundfunk dabei.

Neuer Rohstoff aus alten Fenstern: Ressourceneffizienz bei energetischer Sanierung in Wülfrath

Die Rohstoffgewinnung hat im bergischen Wülfrath eine lange Tradition. Mitten im größten Kalkstein-Abbaugebiet Europas gelegen, wurde hier bereits im Mittelalter Kalkstein gebrochen und gebrannt. Bis heute wird der Rohstoff von Wülfrath aus unter anderem an die Bau- und Stahlindustrie geliefert.

Der Abbau von Rohstoffen ist vielleicht nicht das Erste, an das man bei einer energetischen Sanierung denkt, wie sie gerade im Auftrag der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG Wülfrath GmbH an der Mettmanner Straße 102 – 110 durchgeführt wurde. Energetisch fit gemacht wurden hier die insgesamt 20 Wohnungen durch eine Fassadendämmung und nicht zuletzt durch den Einbau des Kunststofffenstersystems Thermo 6 von Schüco. Jedoch nicht nur beim Einbau hat sich die GWG zusammen mit dem ausführenden Fensterbauunternehmen Brandenstein Bauelemente aus Haan an nachhaltigen Aspekten orientiert. Man setzt auch auf Ressourceneffizienz: Als Reservoir für neuen Rohstoff dienen in diesem Fall die knapp 180 ausgebauten alten Fenster aus PVC. Seit den 1970er Jahren hatten sie an der Mettmanner Straße gute Dienste geleistet. Nun werden sie recycelt. Das hieraus wieder gewonnene Regranulat geht nicht nur in guter Wülfrather Tradition an die Baubranche. Vielmehr wird darüber hinaus sogar ein Kreislauf geschlossen. So dient das Regranulat als qualitativ gleichwertiger Rohstoff wieder für die Herstellung von neuen Fenster- und Bauprofilen.

Ein Verfahren, das die GWG und die Fensterbauer von Brandenstein voll überzeugt hat: „Angesichts drohender Ressourcenknappheit ist für uns das Recycling selbstverständlich“, so Martin Maurer von der technischen Hausverwaltung der GWG. Carsten Puley, Geschäftsführer von Brandenstein, ergänzt für sein Unternehmen: „Die Rückführung ist ökologisch und für uns auch ökonomisch sehr sinnvoll. Daher werden wir auch in Zukunft auf das Recycling von Kunststofffenstern setzen.“ Das werkstoffliche Recycling der gebrauchten Kunststofffenster aus Wülfrath erledigt in seinen hochmodernen Recyclinganlagen die Dekura GmbH aus Höxter. Wiederverwertet werden hier Fensterrahmen aus ganz Deutschland und Europa.

Ein praxiserprobtes Sammelsystem mit verschiedenen Behältern ermöglicht dabei wie in Wülfrath flächendeckend eine schnelle und flexible Übernahme des Altmaterials. Im Werk entsteht nach der Abtrennung von Glas, Metallen, Gummidichtungen, Bauschäumen und anderen Störstoffen ein PVC-Mahlgut, das als Ausgangsmaterial für hochwertiges, fast 100 Prozent sortenreines Granulat verwendet wird. In den neuen Fensterprofilen ist der wiedergewonnene Rohstoff, ummantelt mit PVC-Neumaterial, dann als Recyclingkern zu finden.

Dekura ist einer der Recyclingpartner der Rewindo GmbH mit Sitz in Bonn, die seit 2002 das Recycling alter Kunststofffenster, -rollladen und -türen bundesweit mit wachsendem Erfolg organisiert. So konnten 2016 mehr als 29.000 Tonnen PVCRegranulat gewonnen werden. Dies entspricht nahezu 1,8 Millionen recycelter Altfenster. Hinzu kommen über 74.000 Tonnen Produktionsabfall. Aufgaben und Maßnahmen der Rewindo GmbH stehen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche, VinylPlus.